Presse- und Video/TV-Beiträge 2017

Aus der Ems-Zeitung vom 17. November 2017

Verein Dreschflegel rettet alte Grünkohlsorten

Die Sorte „Graepels Kamp“ in Befis Naturgarten begutachten hier Reinhard Lühring (Mitte) und einige der Sortenpaten. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Burlage. Fünf Stunden Grünkohlernte liegen hinter Tomma Willms vom Verein Dreschflegel. Das Gemüse hat sie an Christine Wölke und ihr Team in der Küche des Alten Brunsel in Burlage übergeben. Beim Essen sollen die Sortenpaten Gelegenheit bekommen, ihre Erfahrungen auszutauschen.

 

„Ich lasse mich gerne überraschen, was es nachher zu probieren gibt,“ freut sich Willms. Sie ist inzwischen mit den Paten für alte Grünkohlsorten auf dem Weg zu „Befis Naturgarten“. Im nahegelegenen Schaugarten des NABU Emsland-Nord hat dieses Jahr die Grünkohl-Sorte „Graepels Kamp“ aus Westrhauderfehn geblüht und reichlich Saatgut erbracht.

 

Das Essen wird organisiert vom Verein Dreschflegel und ermöglicht damit ein Treffen der 125 Hobbygärtner, die im Frühjahr eine Sortenpatenschaft übernommen haben. Darunter waren auch Teilnehmer aus Papenburg, Dörpen und Aschendorf. Angesprochen wurden damals Menschen, die am Erhalt alter Kulturpflanzen interessiert sind. Bei einem Informationsabend hatte es neben dem Saatgut eine praktische Anleitung von Reinhard Lühring und Tomma Willms zum Anbau des Kohls gegeben.

 

Pflanzen nutzen, vermehren und teilen

Die Pflanzen zu nutzen, zu vermehren, und vielleicht sogar zu teilen war die Aufgabe der Paten. Denn nur wer ein Gemüse kennt und schätzt, widmet sich auch dessen Erhaltung, wissen Willms und Lühring. „Unser Ziel ist es, die alten Sorten wieder unter die Menschen und auf den Tisch zu bringen“.

Reinhard Lühring hatte schon vor Jahren damit begonnen, alte Gemüsesorten aufzuspüren. Wie ein Schatzsucher war der Ostfriese über Land gezogen, hatte über Gartenzäune gelugt und die Gartenbesitzer angesprochen. Mehr als 30 Grünkohlsorten hat er inzwischen entdeckt. Diesen Kulturschatz baut er an, vermehrt und erhält ihn. Zwar gibt es wenig Literatur, anders als zu alten Obstsorten, berichtet er den Gästen im Alten Brunsel. Aber durch alte Saatgut-Karten, Beschreibungen und Rückkreuzung versuche er, alte Sorten wiederzubeleben. Der Diepholzer Dickstrunk etwa sei als Futterpflanze früher auf jedem Hof zu finden gewesen. Lühring experimentiert jetzt mit einer Kreuzung aus Dickstrunk und Kohlrabi und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen.

 

Bereicherung der heimischen Küche

„Manche Sorten sind einfach verschwunden“, bedauert der Landwirt. Denn was früher weit verbreitet war, gibt es heute immer weniger in Ostfriesland wie auch im Emsland: Selbstversorger, die seit Generationen vererbte Familiensorten säen umsorgen und ernten. Mit jeder Sorte gehe ein Stück regionale Identität verloren. Die Vielfalt aber sei eine Bereicherung der heimischen Küche. „Die Kohlsorten, die wir heute vorstellen, um das zu unterstreichen, unterscheiden sich deutlich im Geschmack. Verschiedene Varianten wollen wir gleich probieren.“

 

Grünkohlpesto und Lasagne mit Ditzumer Grünkohl

Grünkohlpesto, frisch gebackenes Brot mit der Sorte „Rote Palme“, Lasagne mit Ditzumer Grünkohl und ein Salat aus einem milden Kohl, Orangen und Granatapfel sowie Gemüsechips mit Käse überbacken stehen zum Verkosten bereit. Küchenchefin Wölke: „Fünf verschiedene Sorten vom Dreschflegel haben wir verarbeitet. Sie schmecken sehr unterschiedlich und es ist wirklich mal was Anderes als der klassische Grünkohl mit Pinkel. Wir müssen uns viel intensiver mit diesem Gemüse beschäftigen.“

Aus der Ostfriesen-Zeitung vom 19. September 2017

Grünkohl in verschiedenen Variationen

Burlage - Der Verein Dreschflegel lädt zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Grünkohlvielfalt auf dem Teller“ ein. Im Alten Brunsel in Burlage werden am Sonnabend, 21. Oktober, ab 18 Uhr verschiedene Grünkohlgerichte von der Schatteburger Grünkohlkollektion serviert. Um Anmeldung wird bis zu diesem Donnerstag per E-Mail an tomma.willms@ewetel.net oder unter der Telefonnummer 01 76 / 81 58 49 21 gebeten. Bereits ab 16 Uhr besteht die Möglichkeit, „Befis Naturgarten“ kennenzulernen. Ingo Rieken und Theo Lüken führen die Gäste über das Gelände. Der Verein Dreschflegel hofft auf viele Teilnehmer bei der Veranstaltung.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
Ostfriesen-Zeitung_R.pdf
PDF-Dokument [1.4 MB]

Aus dem „Der Wecker“ vom 9. September 2017

Befis Naturgarten

Burlage.  Zum Ende der Gartensaison lädt das Team von Befis Naturgarten an diesem Sonntag, 10. September, von 11 bis 17 Uhr, zu einem privaten Gartentag ein. Am Imkerstand gibt es verschiedene Sorten Honig und Met, es gibt Kaffee und Kuchen sowie einen Stand mit Holzarbeiten und Kürbissen. Wichtiger Hinweis: Es gibt keine Parkmöglichkeiten für Autos am Befi- Weg. Die Anreise mit dem Fahrrad ist ratsam, so die Pressemitteilung. Der Garten befindet sich in Burlage am Befi-Weg 1. Weitere Informationen sind online auf der Homepage www.befis-naturgarten.de zu erfahren.

Original-Bericht aus "Der Wecker"
DW_09092017.pdf
PDF-Dokument [2.8 MB]

Aus der Ostfriesen-Zeitung vom 29. Juli 2917

Erlös wurde gespendet

Nortmoor/Rhauderfehn - Den Erlös eines privaten Straßenflohmarktes spendeten Nachbarn der Heidestraße in Nortmoor jetzt für einen guten Zweck. Jeweils 70 Euro erhielten die Jugendfeuerwehr aus Nortmoor und Befis-Naturgarten aus Rhauderfehn.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
Ostfriesen-Zeitung_L.pdf
PDF-Dokument [1.5 MB]

 

Aus der Ems-Zeitung vom 17. Juni 2017

Kulturpflanzen finden Paten in Papenburg und Dörpen

Theo Lüken und Tomma Willms begutachten den Grünkohl in Befis Naturgarten. Foto: S. Risius-Hartwig

Papenburg/Rhauderfehn. Die Bohne „Padliggers“ aus Norden, die „Updrögd“ aus Vellage und die rosa blühende Buschbohne aus Klostermoor stehen auf einer Liste mit ostfriesischen Kulturpflanzen, die Sortenretterin Tomma Willms im Gepäck hat.

Willms trifft sich heute mit Theo Lüken aus Bockhorst in Befis Naturgarten. Die beiden wollen sehen, wie sich der Grünkohl dort entwickelt. Der Kohl wurde im vergangenen Jahr gesät, steht jetzt mannshoch und blüht gelb. Willms und Lüken begutachten ihn zufrieden. Er wird das gewünschte Saatgut liefern.

In früheren Zeiten wurde der Kohl intensiv genutzt. Die Blätter wurden gekocht als Gemüse, der Strunk lässt sich auskratzen und schmeckt ähnlich wie Kohlrabi und die Blütentriebe können als Sprossenkohl gegessen werden. „Das schmeckt fast wie grüner Spargel“, erzählt Tomma Willms. Übrige Pflanzenteile wurden als Tierfutter verwendet.
 

Viele Varianten und Sorten des Grünkohls


Nicht nur die Nutzungsmöglichkeiten, auch viele Varianten und Sorten des Grünkohls, der Zuckererbse und der Bohne - typischer ostfriesischer Kulturpflanzen – stehen in der Gefahr, für immer verloren zu gehen. Das erkannte Reinhard Lühring, als er 1995 nach seinem Agrarstudium zurück nach Ostfriesland kam, berichtet seine Mitstreiterin Tomma Wilken. Lühring begann, alte ostfriesische Gemüsesorten aufzuspüren und zu erhalten. Wie ein Schatzsucher zog der Ostfriese über Land, lugte über Gartenzäune und sprach die Hobby-Gärtner an, wenn er etwas Interessantes entdeckte. Es waren fast immer alte Leute, wie der Landwirt feststellte. Höchste Zeit also, etwas zu tun.

 

Anfang Juni 2005 fiel die Entscheidung, eine Sammlung alter Kulturpflanzen in Ostfriesland zu starten und im Rahmen des Förderprogramms „Regionen aktiv“ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zu finanzieren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich zu melden, wenn sich alte oder besondere Kulturpflanzen in ihrer Betreuung befinden. 30 verschiedene Grünkohlsorten wurden auf diese Weise bewahrt.

Aber „Saatgut muss in die Erde“, verdeutlicht Projektleiterin Tomma Willms. Sinn mache der Erhalt erst, wenn die Bevölkerung diese Vielfalt an Geschmack und Verwendungsmöglichkeit auch wieder entdeckt und zu schätzen weiß. „Grünkohl lässt sich als Pesto, Quiche oder im Smoothy zubereiten“, zählt sie auf. Wichtig sei der Anbau aber auch, damit sich die Pflanze an das Klima anpassen kann und frisches Saatgut generiert werde.
 

 

Paten für alte Sorten gesucht


Darum haben sich Lühring und Willms vor wenigen Monaten erneut an die Öffentlichkeit gewendet, um Erhalter oder Paten zu gewinnen, die bereit sind, die alten Sorten bei sich anzubauen, zu nutzen und einen Teil als Saatgut wieder zurückzugeben. „Auch Gärtner aus Aschendorf, Papenburg und Dörpen sind dabei, erzählt die Ostfriesin, die sich über die Resonanz der Aktion sehr freut. Paten sind außerdem Befis Naturgarten und Naschkes Garten in Papenburg.

Theo Lüken betreut den Anbau in Rhauderfehn. Er sagt: „Saatgut war früher Teil der Aussteuer.“ Und: „Gold des Gärtners“ wurde es auch genannt“, erinnert der Bockhorster lächelnd. Das Verständnis sei heute ein anderes: „Mein Garten heißt Aldi, warum machst du dir so viel Mühe?“, hört der 67-Jährige oft. „Ein Garten besteht ja nicht nur aus Arbeit,“ entgegnet Lüken dann. Außerdem gibt er zu bedenken: „Wenn die Vielfalt der Pflanzen zurückgeht, hat das auch Wechselwirkungen auf die Tierwelt.“

 

Schutz der Artenvielfalt

In Rhauderfehn/Burlage haben Ingo Rieken, Enkel des 2005 verstorbenen Heimatdichters und -malers Bernhard Ficken (Künstername Befi) und Nils Hoogstraat das Gartenprojekt ins Leben gerufen. Auf dem Grundstück des Großvaters wollte Rieken eine kleine Streuobstwiese anlegen. Zusammen mit Theo Lüken aus Bockhorst, dem damaligen Vorsitzenden des NABU Emsland Nord, begannen Rieken und Hoogstraat, die Fläche aus einem Dornröschenschlaf zu wecken. Inzwischen ist aus dem Projekt ein großer NABU Lehr- und Schaugarten geworden. Im Vordergrund steht der Schutz der Artenvielfalt. Kernprojekt ist die Streuobstwiese mit über 60 hochstämmigen Obstbäumen. Ein Lehrpfad mit 14 Stationen schlängelt sich über die Streuobstwiese, entlang des Flusslaufes und durch einen kleinen Wald mit alten Eichen. Auf Infotafeln werden alle wichtigen Elemente des Naturgartens erklärt. Themen des Rundkurses sind unter anderem der Gartenteich, das Insektenhotel, die Eisvogelniststation, der Wald und das Gartenbeet mit alten ostfriesischen Kultursorten. Naturgarten-Führungen mit Theo Lüken: Telefon 04967/645.

Original-Bericht aus dem Ems-Zeitung
EZE_LOK03.pdf
PDF-Dokument [2.5 MB]

Aus dem General-Anzeiger vom 5. 5. 2017

Grünen-Politiker schauten sich Befis Naturgarten an

VEREIN Sieben Mitglieder der niedersächsischen Landtagsfraktion waren zu Gast in Burlage / Viel Lob für das Projekt

Der 1. Vorsitzende des Vereins Befis Naturgarten, Ingo Rieken (links), erklärt, wie ein Insektenhotel funktioniert.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer bezeichnet die Naturoase als vorbildhaft. Für die Zukunft ist auf dem Areal noch einiges geplant.


VON HENRIK ZEIN

 

BURLAGE - Sieben Mitglieder der niedersächsischen Landtagsfraktion haben sich am Donnerstagnachmittag Befis Naturgarten in Burlage angeschaut. Im Rahmen des Formates „Fraktion on Tour“ besuchten Meta Janssen–Kucz, Hans-Joachim Janßen, Volker Bajus, Filiz Polat, Miriam Staudte, Regina Asendorf sowie Landwirtschaftsminister Christian Meyer die rund 10 000 Quadratmeter große Naturoase – und sie waren nach ihrem etwa einstündigen Rundgang begeistert von dem, was dort geschaffen worden ist. Meyer sagte: „Wir von den Grünen unterstützen die Naturgärten in besonderem Maße.“ Auch aufgrund der Tatsache, dass es immer weniger Vögel und Insekten gebe, sei solch ein Projekt vorbildhaft. Meta Janssen-Kucz, die den Wahlkreis Leer/Borkum vertritt und als Schirmherrin von Befis Naturgarten fungiert, betonte: „Es ist eindrucksvoll, was in kurzer Zeit hier geschaffen worden ist.“

 

Bei dem Rundgang über das Gelände sagte Ingo Rieken, 1. Vorsitzender des im Februar dieses Jahres gegründeten Vereins Befis Naturgarten: „Wir wollen hier vor allem Kindern und Jugendlichen die Natur erklären.“ Kernprojekt sei die Streuobstwiese mit mehr als 60 hochstämmigen Obstbäumen. Bei den Sorten handelt es sich vorwiegend um alte norddeutsche Sorten. „Wir wollen aber in Zukunft mit dem Bereich Imkerei und Wildbienen einen zweiten Schwerpunkt setzen“, so Rieken. Hier sei eine Förderung durch die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung möglich.

 

Des Weiteren möchte der Verein die Schautafeln, die an den 14 Stationen des Lehrpfades stehen, vor allem für junge Besucher attraktiver gestalten. Die Besucher aus der Grünen-Fraktion erfreuten sich aber auch am Donnerstag
schon an dem bisherigen, vielfältigen Angebot des Naturgartens – und nahmen das Insektenhotel, eine Handy-Tankstelle oder Befis Bauwagen genau unter die Lupe. Meta Janssen-Kucz sagte zum Abschluss des Ausflugs: „Vielen Dank an die Ehrenamtlichen, die hier tolle Arbeit leisten.“

Meyer (rechts) – machten am Donnerstag einen Rundgang über das Gelände von Befis Naturgarten. BILDER: ZEIN
Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
General-Anzeiger_E-Paper-Ausgabe_GA-Gesa[...]
PDF-Dokument [1.4 MB]

Aus dem Sonntags-Report vom 14. Mai 2017

Der idyllische Naturgarten ist am 21. Mai für Besucher geöffnet. Foto: Privat

Viel los in Befis Garten

Burlage (sr) Das Team von Befis Naturgarten lädt am 21. Mai zum privaten Gartentag ein. Alle Freunde und Naturinteressierten sind zu einer Entdecker-Tour eingeladen. Der Nabu Emsland Nord ist mit einer tollen Gartenausstellung zum Thema Natur- und Hausgärten vertreten. Am Imkerstand gibt es verschiedenen Sorten Honig und Met. Wichtiger Hinweis: Es gibt keine Parkmöglichkeiten für Autos am Befi -Weg. Die Anreise mit dem Fahrrad ist ratsam. Gartenadresse: Befi-Weg 1, 26817 Rhauderfehn. Bei Rückfragen: info@befi snaturgarten.de www.befis-naturgarten.de

Original-Bericht aus den Sonntags-Report
10009.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Unterstützt unsere Arbeit
mit einer Spende an
Befis NaturGarten e.V.

 

English information /
portuguesse informação

Natur&Kinder

Bei uns gibt es kinatschu das kostenlose Umweltmagazin
für Kinder!

 

Annahmestelle

für alte Handy

 

Solar-Strom Handy-Tankstelle

Partner in der Umweltbildung

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen


© Befis NaturGarten e.V., Immegastraße 34, 26845 Nortmoor