Presse- und Video/TV-Beiträge 2014

Aus dem Magazin "Natur&Garten" Juli 2014

Im Burlager Garten der Artenvielfalt

Magazin "Natur&Garten"

Natur schützen und Artenvielfalt fördern - bis zu 5000 heimische Tier- und Pflanzenarten leben auf einer Streuobstwiese

Im ostfriesischen Burlage, idyllisch gelegen am Wiesenbach „Burlager Tier“  liegt Befis NaturGarten.  Das Gartenprojekt wurde im Jahr 2011 durch Ingo Rieken, Enkel des 2005 verstorbenen Heimatdichters und -malers Bernhard Ficken (Künstername Befi) ins Leben gerufen. Angefangen hatte alles mit dem Plan auf einem 3.600 Qudratmeter großem Grundstück eine kleine Streuobstwiese mit 14 hochstämmigen Obstbäumen anzulegen. Zusammen mit Theo Lüken, Vorsitzender des NABU Emsland Nord, hat man damit begonnen die brachliegende Fläche aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.

Nur drei Jahre später ist aus dem Projekt Befis NaturGarten ein 10.000 Quadratmeter großer NABU Lehr- und Schaugarten geworden. Im Vordergrund steht hier der Schutz und die Förderung der Artenvielfalt. Kernprojekt dieses Naturgartens ist die Streuobstwiese mit über 60 hochstämmigen Obstbäumen. Bei den Sorten handelt es sich vorwiegend um alte norddeutsche Sorten wie z. B. Schöner von Haseldorf oder Roter Papenburger. Die Sortenauswahl erfolgte zusammen mit dem Verein „Appfelhoff“ aus Ostrhauderfehn, der sich um den Erhalt alter ostfriesischer Obstsorten kümmert.

Ein Lehrpfad mit 14 Stationen schlängelt sich über die Streuobstwiese, entlang des Flusslaufes und durch den kleinen Wald mit über 100-jähirgen Eichen. Auf anschaulich bebilderten Infotafeln werden alle wichtigen Elemente des Naturgartens erklärt. Themen des Rundkurses sind u. a. die Streuobstwiese, der Fluss, der Gartenteich, das Insektenhotel, die Eisvogelniststation, der Wald, der Bienenschaukasten, die Totholzhecke, die Nistkastenschauwand, die Vogelschutzhecke um nur einige Stationen zu nennen.

In und von Befis NaturGarten leben zurzeit über 40 verschiedene Vogelarten. Dazu gehören z. B. Arten wie Eisvogel, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Bunt-, Schwarz-, Grün- und Kleinspecht, Meise, Kleiber und Co. Voraussetzung für diese große Vielfalt ist das arten- und strukturreiche Umfeld mit Trockenmauer, Schmetterlingsgarten, Lesesteinhaufen, wilden Ecken und Hecken, Staudenbeeten, gemähten Grasflächen etc. sowie ausschließlich heimischen Pflanzenarten. Der in Befis NaturGarten lebende Gartenrotschwanz (Vogel des Jahres 2013) gilt als "Leittier" und als Anzeiger für die naturnahe und strukturreiche Gärten. Der Nachwuchs sämtliche Vogelarten wird im Frühjahr durch unseren Ornithologen für die zuständige Vogelschutzwarte beringt.

 

„Entdecker gesucht!“

so lautet das Motto in Befis NaturGarten.

 

Vor allem die jungen Besucher sollen für das Thema Natur- und Umweltschutz begeistert und sensibilisiert werden. Der praktische Naturschutz steht hier im Vordergrund und soll zum Nachahmen anregen. Viele Grundschulklassen aus der Region nutzen das Angebot in Befis NaturGarten. Zusammen mit dem Garten-Imker, den NABU Verantwortlichen und den Lehrern verbringen sie nicht nur lehrreiche sondern auch erlebnisreiche Vormittage in der kleinen Naturoase für Groß und Klein. Wichtig ist der NABU-Gruppe die Akzeptanz und der Rückhalt in der Gesellschaft. Mit vielen Aktionen wie Blüten-, Sommer- und Apfelfest versuchen Befis Naturgärtner nicht nur Mitmenschen an den Garten zu binden sondern darüber hinaus auch für den Naturschutz zu begeistern.

Ein Highlight im Naturgarten ist sicherlich der Bienenschaukasten. Hier bekommt der Besucher einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Bienenstaates. In Befis NaturGarten trägt die Bienenkönigin eine neongelb-farbige 11 auf ihrem Haupt. Für die jungen Gästen ist es immer wieder spannend die Königin zu suchen. Imker Johann Fennen betreut in Schaugarten vier Bienenvölker. Auch die „Piep-Show“  zur Beobachtung von Singvögeln ist immer wieder spannend. Aus der Piep-Show heraus können die Besucher durch eine Glasscheibe die Singvögeln beim Brüten und beim Füttern ihres Nachwuchses beobachten. Eine Webcam überträgt die Bilder außerdem auf die Garten-Homepage.

 

Nils Hoogstraat ist der Techniker im Naturgarten-Team und kümmert sich um das Feld der Erneuerbaren Energie. Eine Solaranlage auf dem Scheunendach liefert genug Strom für eine Solarstrom-Handy-Tankstelle. Hier können die Besucher ihr Handys kostenlos mit Solarstrom auftanken – Adapter für alle Handymodelle sind vorhanden. In Arbeit befindet sich zurzeit eine Solarstrom-E-Bike-Ladestation.

 

Für die jungen Entdecker steht seit der Saison 2014 „Befis Bauwagen – das Klassenzimmer“ zur Verfügung.  Dieses Klassenzimmer im Grünen oder auch Forscherlabor ist der Ausgangspunkt für Entdecker-Touren durch den Naturgarten. Sechs Arbeitsplätze sind ausgestattet mit Mikroskopen, Becherlupen und Keschern. Hier befindet sich auch Befis Gartenbibliothek mit Fachliteratur und Bestimmungsbüchern für Groß und Klein. Auch das Klassenzimmer funktioniert ausschließlich mit Strom aus erneuerbarer Energie. Ein kleines Windrad und eine Solaranlage liefern hier den Strom. Um die Sonnenenergie auch erlebbar zu machen befinet sich Garten außerdem ein Solarkocher. Allein mit der Kraft der Sonne kann hier gekocht, gebraten und gebacken werden.

 

Im Februr 2014 wurde Befis NaturGarten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hannover in dem landesweiten
Wettbewerb "Wer hat die schönste Streuobstweise im Land" in der Kategorie Vereine&Verbände zur zweitschönsten Streuobstwiese in Niedersachsen ausgezeichnet. Neben optischen Aspekten bewertete die Jury mit Hilfe eines Beurteilungsbogens auch die biologische Vielfalt. Sie berücksichtigte zum Beispiel, ob das anfallende Obst verarbeitet wird, wie die Düngung erfolgt, ob Totholz als Lebensraum für schützenswerte Tierarten zur Verfügung steht und wie die Wiese in das Umfeld eingebunden ist. 

Befis NaturGarten ist von Mai bis Ende August täglich geöffnet und kann auf eigene Faust erkundet werden.


Mehr Informationen zu Befis NaturGarten unter www.befis-naturgarten. de oder auch unter www.facebook.de/naturgarten.

Original-Bericht aus "Natur&Garten"
19_21_rieken_NaturGarten_03 2014_final_E[...]
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Aus dem General-Anzeiger vom 19. Mai 2014

Der Bauwagen im Naturgarten begeistert

BILDUNG Kleiner Klassenraum im Grünen kann ab sofort von Burlager Grundschülern genutzt werden

Großes Interesse zeigten die Kinder am neuen Bauwagen, während Ingo Rieken (mit Hut) Ulf Thiele (rechts) die Ausstattung erklärte. Bild: Moormann

Das Garten-Team um Ingo Rieken hat so sechs Arbeitsplätze für kleine Naturforscher geschaffen.

 

Burlage - Um eine Attraktion reicher ist jetzt Befis Naturgarten in Burlage. Mit „Befis Bauwagen“, der gestern offiziell eröffnet wurde, haben die Macher des Gartens jetzt – für die Kinder der Grundschule Burlage – einen Unterrichtsraum im Grünen geschaffen.

Dieser soll als kleines Forscherlabor und als außerschulischer Lernort dienen, sagte Ingo Rieken, Mitinitiator des Naturgartens. Zudem soll er als Ausgangspunkt für Entdecker-Touren durch den Naturgarten dienen. „Während eine Gruppe von Kindern etwa mit dem Imker unterwegs ist, können andere Kinder hier forschen“, sagte Rieken, der den Garten zusammen mit Theo Lüken und Nils Hoogstraat betreibt.

Im neuen Wagen stehen auch schon grüne Forscherkoffer bereit, in denen Utensilien zur Naturbeobachtung wie Lupen oder auch Fangnetze für Insekten enthalten sind. Bei den Kindern der Grundschule, die gestern anwesend waren, kam der neue Bauwagen sehr gut an. Sie stürmten ihr neues „Klassenzimmer“ und machten sich gleich mit den Kofferinhalten und der kleinen Bibliothek im Bauwagen vertraut. Auch der Multimedia-Player, auf dem Filme zu verschiedenen Themen gezeigt werden können, stieß auf Interesse. Der Strom für den Wagen wird durch ein kleines Windrad und Solarzellen auf dem Dach erzeugt, so Rieken.

„Neben den Unterrichtseinheiten wird der Bauwagen auch sonntags für alle Kinder geöffnet sein“, sagte Rieken, der sich über den Besuch der Landtagsabgeordneten Ulf Thiele (CDU, Remels) und Meta Janssen-Kucz (Grüne, Leer) freute. Denn Thiele war in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Bingo-Umweltstiftung anwesend, Janssen-Kucz ist Schirmherrin von Befis Naturgarten. Denn die Umweltstiftung hat einen großen Teil der Kosten für den Bauwagen übernommen. Insgesamt mussten mehr als 8500 Euro aufgebracht werden, 6100 davon übernahm die Stiftung. „Da wir in diesem Jahr unser

25-jähriges Bestehen feiern, haben wir einen Sonderetat von 245 000 Euro für die Förderung solcher Projekte eingerichtet“, sagte Thiele.

Den Rest der Kosten haben Sponsoren übernommen. Ein großes Dankeschön gab es auch für Christa und Adele Lüken, die das Grundstück, das direkt neben der ursprünglichen Gartenfläche liegt, zur Verfügung gestellt hatten. Mit dieser zusätzlichen Fläche ist der Garten mittlerweile auf eine Größe von 10 000 Quadratmetern angewachsen. Zu den Anfangszeiten des Gartens vor mehr als vier Jahren sei er lediglich 3600 Quadratmeter groß gewesen, meinte Rieken.

Nach dem offiziellen Termin begann der gemütliche Teil des Tages – etliche Menschen kamen, um bei bestem Wetter einen schonen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen zu verbringen.

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_1905.pdf
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Aus dem Ems-Zeitung vom 17. Mai 2014

Klassenzimmer frei nach Peter Lustig in Burlage

Übergroße Buntstifte von der Grundschule Burlage wollen Nils Hoogstraat (links) und Ingo Rieken vor dem fertigen Bauwagen aufstellen.

Burlage. Der Anhänger in der äußersten Ecke in „Befis Naturgarten“ in Burlage erinnert an Peter Lustig und seinen blauen Bauwagen aus der TV-Sendung „Löwenzahn“. Am Sonntag, 18. Mai, soll darin um 13 Uhr ein naturbezogenes „Klassenzimmer“ eröffnet werden. Damit startet der Garten in seine dritte Saison.

 

„Die Ähnlichkeit ist beabsichtigt“, sagt Ingo Rieken, Vorsitzender vom Naturschutzbund Emsland Nord. Lange habe er nach dem passenden Wagen gesucht und sei schließlich im Internetauktionshaus E-Bay bei einem holländischen Anbieter fündig geworden. Wie das TV-Vorbild wird die grüne Außenschicht des Holzwagens blau gestrichen. In der letzten Woche vor der offiziellen Eröffnung ist auch der Innenausbau dran. Sechs „Forschungsplätze“ mit Grundschulmöbeln sollen darin Platz finden. „Wir wollen Kindern die Natur wieder näherbringen“. Direkt vor dem Fenster ist ein Schmetterlingsgarten.

 

Piep-Show mit Küken

 

In der vergangenen Saison waren zwölf Grundschulklassen aus der Umgebung in dem Garten. Außerhalb des Bauwagens gibt es dort mehr als 60 verschiedene Obstbäume sowie Wildbienen und viele andere Insekten zu sehen. In Nistkästen können die Nachwuchsforscher sogar Vögel beobachten – bislang allerdings nur über Standbilder auf der Internetseite des Gartens. Wie sich die Küken bewegen, ist bislang nur auf Riekens iPad zu sehen. In den Nistkästen sind Kameras angebracht. „Piep-Show“ nennt sich das Projekt.

 

„In diesem Jahr waren wir etwas zu spät fertig“, sagt Rieken. Darum sei bislang nur ein Star mit Nachwuchs zu sehen. Nächstes Jahr sollen alle Nistkästen über das Internet sichtbar sein. „Dann sind endlich die Feinheiten dran“, sagt Nils Hoogstraat.

Neben heimischen Pflanzen ist den beiden auch das Thema erneuerbare Energie wichtig. Von den Spenden der Besucher wurde eine solarbetriebene Handyladestation eingerichtet. Der Bauwagen soll mit einer Windmühle sowie Solarzellen betrieben werden. „Wir wollen vollkommen autark sein“, sagt Rieken.

Um Kindern und Besuchern die Sonnenkraft zu veranschaulichen, hat die Villa Savelsberg aus Papenburg einen Solar-Kocher gespendet. Dabei handelt es sich um einen Halbkugelspiegel, in dessen Mitte ein Topf gestellt werden kann. „Den richtet man nach der Sonne aus und kann innerhalb von fünf Minuten Wasser kochen“, erklärt Rieken. Auch Spiegeleier lassen sich in dem Sonnenofen braten.

Insgesamt wurden auf der 9000 Quadratmeter großen Fläche bereits rund 25000 Euro investiert, schätzt Rieken. Darunter waren diverse Fördergelder. Beim Projekt „Befis Bauwagen – das Klassenzimmer“ kommen 6000 der 8000 Euro von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

 

Das Projekt Befis Naturgarten initiierte Rieken auf dem Grundstück seines verstorbenen Großvaters Bernhard Ficken (kurz: BeFi). Im vergangenen Jahr kamen rund 1400 Besucher in den Garten. Nach der Eröffnung am Sonntag um 13 Uhr ist das Gelände frei zugänglich.

Aus dem General-Anzeiger vom 14. Mai 2014

Ein Forschungslabor für Entdecker

Natur Am 18. Mai öffnet Befis Bauwagen /

Schirmherrin ist Meta Janssen-Kucz

 

Am Burlager Garten- und Mühlentag wird das Klassenzimmer der etwas anderen Art vorgestellt. Ab 13 Uhr können Besucher im Naturgarten vorbeischauen.

Ingo Rieken (von links), Helene Janssen, 1. Vorsitzende des Heimatbundes, und Mühlenwart Heinz Arbeiter vor dem noch bunten Bauwagen. Am Burlager Garten- und Mühlentag wird er bereits blau gestrichen sein. Rieken hält einen der bemalten Holzpfähle fest, d

Burlage - Der ungepflasterte Weg führt an einem Solarkocher und einer Feuerstelle vorbei, durch einen Wald und über eine kleine Brücke. Der Blick über das Feld führt vorbei an Obstbäumen, einem Beet mit alten Kartoffelsorten und dem neuen, großen Bienenstand. Am Ende des neugepachteten Feldes von Befis Naturgarten steht jetzt ein bunter Bauwagen.

„Noch ist er bunt, in einigen Tagen wird der Wagen aber blau gestrichen“, erklärt Ingo Rieken, Naturgarten-Planer und Vorsitzender des Nabu Emsland-Nord. In dem Bauwagen wird ein komplettes Klassenzimmer mit sechs Sitzplätzen, einer Kreidetafel und einem Multimediaboard, samt Naturvideos eingerichtet. „Das wird ein kleines Forschungslabor für unsere jungen Entdecker. Es wird Ausgangspunkt für Schulklassen, die hier bei uns im Naturgarten auf Entdeckertour gehen können“, so Rieken.

Die Schultische sollen bis zum 18. Mai mit „Entdecker-Sets“ ausgestattet werden, die Lupen, Mikroskope und Kescher enthalten. Zusätzlich wird in Befis Klassenzimmer Informationsmaterial sowie eine Natur-Bibliothek zur Verfügung gestellt. „Hier können Kinder und Erwachsene Tiere und Pflanzen bestimmen und stöbern“, erklärt Rieken. Die Bücher sind Spenden.

Auch das Thema erneuerbare Energien wird durch den umfunktionierten Bauwagen aufgegriffen. „Das Klassenzimmer, inklusive Multimediaboard, wird komplett mit Öko-Strom betrieben. Hinter dem Bauwagen, direkt am Burlager Tief, werden wir ein fünf Meter hohes Windrad aufstellen. In Kombination mit einer Solaranlage auf dem Wagendach, werden wir keine weiteren Stromquellen brauchen“, erklärt Rieken.

Am Burlager Garten- und Mühlentag wird ab 11 Uhr feierlich „Befis Bauwagen – das Klassenzimmer“ eröffnet. Dabei sein wird die Grundschule Burlage, deren Kinder 28 Buntstifte aus Holzpfählen gestaltet haben. Auch Vertreter der Bingo-Umweltstiftung, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, des Nabu und der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems werden erwartet. Des Weiteren werden Schirmherrin Meta Janssen-Kucz (Grünen-Landtagsabgeordnete aus Leer) sowie Vertreter der Gemeinde Rhauderfehn zur Eröffnung kommen.

 

Burlager Garten- und Mühlentag

Ein Tag der offenen Tür findet am 18. Mai von 13 bis 17 Uhr in Befis Naturgarten (Befi-Weg 1) und der Burlager Mühle, Landesstraße, statt. Kaffee, Kuchen und Gegrilltes gibt es bei der Mühle. Auch das Museum ist geöffnet. Parkmöglichkeiten sind bei der Mühle und dem Agrarhandel an der Landesstraße. Der Befi-Weg wird gesperrt.

 

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_1405.pdf
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Aus dem "Der Wecker" vom 2. März 2014

Auszeichnung für Befis Garten

Ingo Rieken inmitten von Befis Naturgarten. Das Gelände gehörte seinem verstorbenen Großvater. Bild: Archiv

Burlage. Beim von der Bingo-Stiftung aufgelegten Projekt „Streuobstwiesen blühen auf“ gehört „Befis Naturgarten“ aus Burlage zu den Gewinnern. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) zeichnete das von Ingo Rieken initiierte Projekt mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Vereine/Verbände“ aus.
Mit dem landesweiten Wettbewerb soll ein Beitrag zum Erhalt dieser einzigartigen Biotope geleistet werden. Neben optischen Aspekten bewertete die Jury auch die biologische Vielfalt. Berücksichtigt wurde zum Beispiel, ob das anfallende Obst verarbeitet wird, wie die Düngung erfolgt, ob Totholz als Lebensraum für schützenswerte Tierarten zur Verfügung steht und wie die Wiese in das Umfeld eingebunden ist.
Am vergangen Wochenende fand die Preisverleihung in Hannover statt. Im Beisein von Dr. Andreas Lindemann von der Bingo- Stiftung überreichte Sabine Washof, Projektkoordinatorin des BUND, die Auszeichnungen. Stellvertretend für das Naturgarten-Team nahm Ingo Rieken den Preis entgegen.

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Original-Bericht aus "Der Wecker"
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Aus dem General-Anzeiger vom 22. Februar 2014

Oft geht es von der Arbeit direkt auf die Wiese

Von Marion Janßen
 

Ingo Rieken und seine Kollegen stecken viel Arbeit in „Befis Naturgarten“ in Burlage. Das lohnt sich: Die Anlage wurde jetzt schon zum zweiten Mal ausgezeichnet.

 

Bingo-Stiftung und der Naturschutzverband BUND honorierten den Einsatz in Sachen „Streuobstwiese“. Ein harter Kern von drei Leuten und einige Helfer in der Hinterhand haben auch in diesem Jahr wieder viel vor.

Im Jahr 2010 setzte Ingo Rieken auf dem brachliegenden Gelände in Burlage den Spaten an. Entstanden ist ein Stück grünes Paradies. Bild: Archiv

General-Anzeiger: Befis Naturgarten hat wieder einen Preis gekommen. Welchen?

Ingo Rieken: Im Rahmen des Projektes „Streuobstwiesen blühen auf“ der Bingo-Stiftung hat der BUND die schönste Streuobstwiese in Niedersachsen gesucht. Wir haben uns beworben und kamen in der Kategorie „Verband & Verein“ auf den zweiten Platz. Weitere Kategorien waren „Kommune & Schule“ und „Private Gärten“. Vergangene Woche war die Preisübergabe in Hannover. Wir haben 250 Euro bekommen, die in unsere Projekte fließen.

 

GA: Das ist nicht der erste Preis, den Sie bekommten ...

Rieken: Nein, 2012 waren wir dritter beim Sparda-Umweltpreis.

 

GA: Was wurde bei dem aktuellen Wettbewerb beurteilt?

Rieken: Die Optik, vor allem aber die Vielfalt auf der Wiese. Es ging um Fragen wie: Gibt es Infotafeln? Was ist mit Honigbienen? Welche Inhalte werden vermittelt? Wie ist die Öffentlichkeit eingebunden? Werden Elemente aus der Struktur der Landschaft berücksichtigt? Wichtig war also, dass es nicht nur eine Wiese gibt, sondern dass damit auch etwas gemacht wird, was Öffentlichkeit heranführt.

 

GA: Da haben Sie eine Menge zu bieten. Wie hat sich der Garten im Laufe der Jahre so entwickelt?

Rieken: Als wir 2010 angefangen haben, hat die Fläche ja brach gelegen. Dann hat sich das rasant entwickelt. Wir haben eine Piep-Show, in der man aus einer Hütte heraus in Nistkästen schauen kann. Es gibt eine solarbetriebene Aufladestation für die Handys der Besucher, einen Bienenstand, einen Bienenschaukasten, eine Nistkastenschauwand, einen kleinen Teich, Trockenmauern, Totholzhecken und eine Vogelschutzhecke. Auf dem Areal stehen 51 hochstämmige alte Obstbaumsorten. Und am Burlager Tief, das durch das Gelände fließt, gibt es eine Eisvogel-Niststation.

 

GA: Das hört sich aber nach einer ganzen Menge Arbeit an. Das machen Sie nicht allein, oder?

Rieken: Nein, wir sind ein harter Kern von drei Leuten: Nils Hoogstraat, Naturgarten-Techniker, Theo Lüken, Nabu-Experte, und mich. Außerdem haben wir fünf, sechs Leute in der Hinterhand, die als Helfer dazukommen, wenn hier spezielle Arbeiten anfallen.

 

GA: Richtig viele Hände sind das aber nicht. Da geht bestimmt für den einzelnen viel Zeit drauf?

Rieken: Ja, ich gehe oft nach meiner Arbeit direkt in den Garten – nicht über die Woche, aber freitags bis montags investiere ich hier schon eine ganze Menge Zeit.

 

GA: Und in diesem Jahr haben Sie wieder viel vor. Was steht an?

Rieken: Wir wollen einen großen Bienenstand bauen für bis zu acht Völker. Außerdem legen wir wieder einen Kartoffelacker an mit alten Sorten. Es wird ein Getreidefeld geben, dass Spatz und Co im Winter Futter bietet. Außerdem planen wir eine E-Bike-Ladestation. Unter dem Namen „Orni Nordwest“ soll ein Netzwerk für Vogelbeobachter entstehen. Auf dem Gelände möchten wir eine Vogelstimmenwand aufbauen. Die wurde gesponsert von der Villa Savelsberg in Papenburg

 

GA: Das Projekt wächst und gedeiht also?

Rieken: Ja, stimmt. Und es findet Interesse. Zum Beispiel möchte sich die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems bei uns stärker engagieren.

 

Befis Naturgarten

Die 4000 Quadratmeter Fläche, auf der Befis Naturgarten entstanden ist, gehörte dem Burlager Urgestein Bernhard Ficken, kurz „Befi“, der 2007 starb – Ingo Riekens Großvater. Auch, um dem Opa ein lebendiges Andenken zu schaffen, machte der Enkel sich ans Werk. Und der Naturgarten ist seitdem stark gewachsen – auf mittlerweile 10 000 Quadratmeter. Das Naturgarten-Team hat nämlich umliegende Flächen dazugewinnen können und in das reizvolle Naturgarten-Konzept eingebunden.

Der harte Kern des Teams – bestehend aus Ingo Rieken (Planer), Nils Hoogstraat (Techniker) und Theo Lüken (Macher) wird unterstützt von einigen Helfern, die bei Arbeitseinsätzen und Projekten zur Stelle sind.

Wer Befis Naturgarten einmal besuchen möchte, hier ist die Adresse: Befi-Weg 1 in Burlage. Der Garten ist täglich von Mai bis Ende August geöffnet und kann auf eigene Faust erkundet werden. Darüber hinaus ist oftmals das Naturgarten-Team vor Ort und bietet vielerlei Informationen oder Führungen an. Für Schulklassen werden außerdem auch noch spezielle Angebote bereitgehalten. Kontakt aufnehmen können Interessierte über eine E-Mail an info@befis-naturgarten.de

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_2202.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Befis Naturgarten – ein kleines Stück Heimat

Heimat Auch wenn in Befis Naturgarten noch trügerische Ruhe herrscht,der Frühling noch nicht eingezogenist, es wird vorbereitet, gebautund gehämmert. Denn wenn in wenigen Wochen die Tier- und Pflanzenwelt zum Leben erwacht, soll alles perfekt sein. Seitdem sich viele Pflanzen- und Tierarten rarmachen und für Kuckuckslichtnelken und Knabenkräuter, für Vögel und Libellen in unserer allzu intensiv genutzten Landschaft kein Platz mehr zu sein scheint, hat Befis Naturgarten in Burlage ein Refugium erschaffen.

Befis Naturgarten ist kein Naturschutzgebiet, sondern ein von Menschenhand geschaffenes Schutzgebiet, das vorrangig der Erholung und der Freude dienen soll. Und doch wird man mit heimischen Wildpflanzen automatisch zum Schöpfer. Ob Blumenwiese, Wildpflanzen oder Beerenbuschgarten mit ihren natürlichen Formen, betörenden Düften, den dezenten Farben, der Harmonie der Jahreszeiten, sie geben der heimischen Tierwelt ein kleines Paradies zurück. „Ursprünglich war dieser Garten so nicht geplant“, erklärt Ingo Rieken im Gespräch mit DAS PFEFFER. „Als ich von meinen Großvater, ein Natur- und Heimatfreund, das Land 2011 erbte, wollte ich ‚was in seinem Sinne‘ machen. Ich dachte an ein bisschen Garten und ein paar schöne Bäume. Aber plötzlich waren da Menschen, die sich beteiligen wollten, sie brachten Ideen ein und es entwickelte sich eine Art Gemeinschaft. Nach und nach entstand eine große Begeisterung für dieses Naturprojekt, die den Garten lebendig machte. Dass er mal so groß wird, hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Der inzwischen 10.000 Quadratmeter große Naturgarten ist heute ein Paradebeispiel für die Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Und das neuste Bauprojekt ist erst kürzlich fertig geworden: Die „Piep-Show“, jetzt sozusagen live. Bisher bereits konnten im Frühjahr und Sommer die Singvögel beim Brüten und beim Füttern ihres Nachwuchses beobachtet werden. Webcams nahmen ständig aktuelle Bilder aus der Kinderstube auf. „Das wird man auch weiterhin sehen können“, erklärt Rieken.

 

„Aber wir haben uns nun entschieden, dass wir Besuchern die Möglichkeit einräumen möchten, sich diese wunderschönen Bilder direkt vor Ort anschauen zu können. Gerade für Kinder ist das realer. Denn Filme, sind sie auch noch so schön, sind nicht zu vergleichen mit dem erlebten Gefühl. Deshalb haben wir umgebaut. Die Nistkästen sind weiterhin mit gläsernen Rückwänden versehen, nun können Besucher aber ganz nah an die Fenster treten, ohne, dass die Vögel
gestört werden. Wir hoffen natürlich, dass die Vögel ihr neues Zuhause genauso schön finden wie wir und dass sie dort auch einziehen werden“, lacht Rieken.
„Das gilt natürlich auch für die Bienen. Im letzten Sommer lebten den Sommer über drei Bienenvölker hier. Der Schaukasten mit circa 2.000 Bienen und ihrer Königin ermöglichte einen einzigartigen Einblick in das Leben
der Honigbienen. Das war wirklich toll“, sagt Rieken. Besonders wichtig ist ihm die Trockenmauer. Hier findet man besonders die Pflanzen, die sich an extreme Standortbedingungen angepasst haben. Weiterhin bildet sie das Zuhause für wärmeliebende Tiere. So kann man hier neben Erdkröten und Laufkäfer auch Wildbienen finden. „Wobei der Teich mit all seinen einzigartigen Tieren, die Vogelhecke, die Streuobst- und Blumenwiese sowie die Eisvogelniststation, das Insektenhaus oder der Beerenbuschgarten nicht weniger wichtig sind“, lacht er. „Das Areal schließt mit dem kleinen Fluss, dem Burlager Tief. Dieser war vor vielen tausend Jahren ein breiter Strom, der nach der letzten Eiszeit das Schmelzwasser der Gletscher von den Sanddünen des Hümmlings zur Leda transportierte. Geblieben ist ein schmaler Bach, dessen Bett sich in unzähligen Buchten durch die flache Landschaft schlängelt und in dem der Nachwuchs vieler heimischer Fischarten ungestört heranwachsen kann“, erklärt Rieken.

 

Ein Garten mit vielen Facetten der heimischen Natur. Ein Lehrstück der Heimatkunde, ohne langweilig „daherzukommen“. Über das aktuelle Projekt, welches ab Mai den Garten bereichern wird, darf leider an dieser Stelle noch nicht berichtet werden. Aber so viel darf verraten sein: Ein Projekt, das gerade  ür Grundschulklassen ein echtes Erlebnis darstellen wird.

 

Der Garten wird gefördert vom NABU, vom BUND und der BSH (Biologische
Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems).

 

Befis Naturgarten
Befi-Weg 1
26817 Rhauferfehn-Burlage
Telefon: 0 49 67 / 93 88 99 7
www.befis-naturgarten.de
www.facebook.de/naturgarten
E-Mail: info@befis-naturgarten.de

Original-Bericht aus "DAS PFEFFER"
DAS PFEFFER_2014_02_BefisGarten.pdf
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