Presse- und Video/TV-Beiträge 2011-2012

Aus dem Ems-Zeitung vom 6. 12. 2012

Schaugarten in Burlage wächst auch im Winter

1000 Besucher im ersten Jahr 

 

Burlage. Auf der flach gemähten Fläche ragen nur noch die Stämme der Obstbäume heraus. Auch wenn inzwischen der Winter Einzug in Befis Naturgarten gehalten hat – das Areal in Burlage wächst trotzdem. Allein das Grundstück ist in den vergangenen Wochen um 5000 Quadratmeter auf das Doppelte erweitert worden.

 

Von Dirk Helmers

Einen Baum fürs Leben hat der kleine Tammo von seinen Eltern Silke und Jürgen Wellens (rechts) bekommen. Fotos: Dirk Hellmers

Das bedeutet viel Arbeit für die Initiatoren um Ingo Rieken und Theo Lüken. „Wir sind fast jedes Wochenende hier“, sagt Rieken, der Enkel des verstorbenen Grundstücksbesitzers und Namensgebers Bernhard Ficken. Auf dem hinzugepachteten Areal wurden 28 neue Obstbäume gepflanzt. „Das sind alles alte einheimische Sorten“, erklärt Rieken, die ältesten Arten seien um die 400 Jahre alt. Damit stehen in Befis Garten nun rund 50 Bäume. Rieken träumt von 100.

Bisher standen meist Firmen Pate für die historischen Pflanzen. Einen der neuen Bäume hat der 17 Wochen alte Tammo Wellens aus Bockhorst zur Geburt bekommen. „Ingo ist mein bester Freund“, erklärt Mutter Silke, und Vater Jürgen ergänzt: „Damit wollen wir auch das Projekt unterstützen.“

28 Obstbäume alter Sorten haben (von links) Ingo Rieken und Theo Lüken mit Traute und Andreas Reents gepflanzt.

Brutstation für Eisvögel

Unterstützung braucht der Garten auch. Bislang seien laut Rieken bereits rund 6000 Euro Eigenmittel und Fördergelder in den Schaugarten geflossen. Weitere 5000 Euro sowie die 2000 Euro Fördergeld aus dem Sparda-Umweltpreis will er bis zum Saisonstart in das Projekt stecken. Zudem helfen viele Sponsoren, indem sie Arbeitsgeräte wie Bagger zur Verfügung stellen. Zum Pflanzen der Bäume sind Traute und Andreas Reents vom Verein Appelhoff aus Ocholt gekommen. Die beiden helfen bei der Pflanzaktion mit Rat und Tat.

Theo Lüken, Vorsitzender des Naturschutzbundes Emsland Nord , bereits das nächste Projekt. Am Rand des Areals will er alte Kartoffelsorten pflanzen. Auch Rieken hat noch viele Pläne. Es soll eine zweite Eisvogelbrutstation entstehen. „Vor einigen Sonntagen hatten wir die zweite Eisvogelsichtung in diesem Jahr“, berichtet er.

Um Vögel dreht sich auch ein weiteres Projekt. Aus einem sechseckigen Pavillon mit Brutkästen soll das Innenleben mit Kameras ins Internet übertragen werden. Zudem stehen weitere kleiner Projekte wie sechs Parkplätze, eine E-Bike-Ladestation mit Fotovoltaik und eine Holzbrücke auf dem Programm. Die Brücke, die beide Areale verbindet, sowie weitere der Projekte sollen bis zum Frühjahr entstehen. Zudem soll ein zusätzlicher Lehrpfad mit Schautafeln ausgearbeitet werden.

Mit der ersten öffentlichen Saison sind Rieken und Lüken zufrieden. Nach eigenen Angaben haben rund 1000 Gäste, darunter mehrere Schulklassen, den Garten besucht. „Das setzt uns unter Erfolgsdruck“, sagt Lüken. Bis der Schaugarten im April wieder öffnen soll, wird das Team noch so manches Wochenende mit der Gartenarbeit verbringen, bis wieder alles blüht.

Original-Bericht aus der Ems-Zeitung
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Aus der Ems-Zeitung vom 31. Oktober 2012

Befis Garten verdoppelt Schaufläche

Burlage. Seit dem Wochenende ist es perfekt: Das Areal von Befis Naturgarten in Burlage wird um 5000 Quadratmeter verdoppelt. „Wir haben

Ein Grundstück östlich vom Garten gepachtet“, berichtet der Initiator Ingo Rieken auf Anfrage unserer Zeitung. Verbunden werden die beiden Teile

Des öffentlichen Schaugartens mit einer Brücke. Auf dem weiteren Gelände sollen sechs Bienenvölker sowie 20 bis 30 Obstbäume Platz finden. Erst vergangene Woche hat das Projekt 2000 Euro Fördergelder beim Sparda Umweltpreis gewonnen. „Die Erweiterung ist unabhängig von dem Gewinn“, sagt Rieken. Von dem Preis soll eine „Piep-Show“, in der Nistkästen beobachtet werden können, gebaut werden. Diese soll nun auf dem neuen Grundstück aufgestellt werden. Weiter soll der Lehrpfad erweitert werden. „Dafür werden wir uns wohl ein neues Thema suchen“, plan Rieken. Der Schaugarten wird vom Naturschutzbund Emsland unterstützt.

Aus dem „Der Wecker“ vom 28. Oktober 2012

Mit Preisgeld Piepshow bezahlen

Burlage. Drei Wochen lang sah es nach der ganz großen Überraschung aus. Befis Naturgarten, das Kleinod am südlichsten Zipfel Ostfrieslands , stand lange Zeit auf Platz 1 im Rennen um den Umweltpreis, den die Sparda-Bank aus Münster ausgelobt hatte – vor rund 80 Mitbewerbern. In der Finalrunde langte es für das Burlager Projekt für den dritten Platz und ein Preisgeld von 2000 Euro.

Es gewanne der SC Salke-Saerbeck, ein Fußball-Bezirksligist aus dem Münsterland, der eine energiesparende LED-Flutlichtanlage haben möchte. Auf Platz zwei landete ein Projekt auf der ostfriesischen Insel Juist, wo das Nationalparkhaus Kindergartenkinder zu Inselexperten ausbilden will.

„Das ist ein Wahnsinnserfolg – vor allem, wenn man sieht, dass wir das Projekt zu viert betreuen, und man weiß, dass etwa der Verein in Saerbeck 1700 Mitglieder hat. Es ist unheimlich toll, wie gut wir unterstützt wurden. Dafür sind wir zutiefst dankbar, und wir freuen uns irre“, sagt Ingo Rieken, Initiator des Naturgartens. „Vielleicht ist es aber auch das Kleine, Persönliche bei uns, das viel Identifikation schafft“, fügt er an.

Von den 2000 Euro Preisgeld möchte das Naturgarten-Quartett die „Piep-Show“ bauen – einen begehbaren sechseckigen Bungalow mit Vogelkästen an den Außenwänden, die von innen transparent sind, so dass gerade Kinder den Vögeln beim Brüten zusehen können. Vielleicht auch ergänzt um einige Webcams, so dass man die brütenden Vögel über Kameras im Internet beobachten könnte. „Dafür dürfte das Geld reichen“, sagt Rieken.  -ew

Original-Bericht aus "Der Wecker"
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Aus Ostfriesen-Zeitung und
General-Anzeiger vom 26. Oktober 2012


Burlage: Erfolg für Befis Naturgarten

AKTION Projekt erreicht Rang 3 bei Sparda-Umweltpreis / 2000 Euro gewonnen

Nach der Vorrunde hatte das ambitionierte Kleinod am südlichsten Zipfel Ostfrieslands noch an der Spitze von rund 80 Gruppen gelegen. Initiator Ingo Rieken freut sich aber über den „Riesenerfolg“.

 

Von Ole Cordsen

 

Burlage/Münster - Drei Wochen lang sah es nach der ganz großen Überraschung aus. Befis Naturgarten, das Kleinod am südlichsten Zipfel Ostfrieslands, stand lange Zeit auf Platz 1 im Rennen um den Umweltpreis, den die Sparda-Bank aus Münster ausgelobt hatte – vor rund 80 Mitbewerbern. Die Finalrunde, bei der jeder Teilnehmer noch einmal mit seiner E-Mail-Adresse abstimmen konnte, lief bis gestern Nacht. Und darin zogen zwei andere Projekte den Burlagern davon: Am Ende hat es mit 1188 Stimmen zumindest für den dritten Platz gereicht. Die Bronzemedaille quasi, versüßt mit 2000 Euro Preisgeld.

Es siegte der SC Falke Saerbeck, ein Bezirksligist aus dem Münsterland, der eine reine energiesparende LED-Flutlichtanlage haben möchte und dafür von seinen Fans 1640 Stimmen bekam. Ganz knapp dahinter landete mit 1604 Stimmen ein Projekt von Juist, wo das Nationalparkhaus Kindergartenkinder zu Inselexperten ausbilden will.

Herbstidyll in Befis Naturgarten. Für dieses Jahr ist die Saison vorbei, doch die Verantwortlichen bereiten schon vieles fürs kommende Jahr vor. Bild: Wieking

„Das ist trotzdem ein Wahnsinns-erfolg – vor allem, wenn man sieht, dass wir das Projekt zu viert betreuen, und man weiß, dass etwa der Verein in Saerbeck rund 1700 Mitglieder hat. Es ist unheimlich toll, wie gut wir unterstützt wurden. Dafür sind wir zutiefst dankbar, und wir freuen uns irre“, sagt Ingo Rieken, Initiator des Naturgartens. „Vielleicht ist es aber auch das Kleine, Persönliche bei uns, das viel Identifikation schafft“, fügt er an. Von den 2000 Euro Preisgeld möchte das Naturgarten-Quartett die „Piep-Show“ bauen – einen begehbaren sechseckigen Bungalow mit Vogelkästen an den Außenwänden, die von innen transparent sind, so dass gerade Kinder den Vögeln beim Brüten zusehen können. Vielleicht auch ergänzt um Webcams, so dass man die brütenden Vögel über Kameras im Internet verfolgen könnte. „Dafür dürfte das Geld reichen“, sagt Rieken. Und nachdem es schon eine Solar-Tankstelle für Handys auf dem Gelände gibt, möchten die Verantwortlichen auch noch gern eine Sonnenenergie-Aufladestation für E-Bikes anschaffen und aufbauen.

„Wir sind immer noch völlig baff, wie toll das erste Jahr gelaufen ist und wie viele tolle Reaktionen wir auf unser Projekt bekommen. Da ist dieser 3. Platz beim Umweltpreis noch eine tolle Krönung“, sagt Rieken.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
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Aus dem Sonntags-Report vom 21. Oktober 2012

Ein Mausklick für die Umwelt

Finale für Befi‘s Naturgarten beim Umweltpreis der Sparda-Bank

Rhauderfehn (kab) Der Umweltpreis der Sparda-Bankgeht in die letzte Runde. Zuden letzten zehn im Rennen befindlichen Projekten gehört auch „Befi ‘s Naturgarten“ in Rhauderfehn. Noch bis zum 25. Oktober können Stimmen für das Projekt abgegeben werden. Der erste Preis ist mit 5.000 Euro prämiert. Der Naturschutzbund (Nabu) Emsland Nord möchte mit dem Geld das Angebot des Naturgartens, das bis jetzt Attraktionen wie eine Solarstrom-Handytankstelle bietet, erweitern. „Eine Platzierung unter den ersten drei wäre für uns nicht nur eine großartige Auszeichnung, sondern bekräftigt uns auch im weiteren Ausbau und der Erweiterung unseres Naturgartens. Denn wir haben noch so viele Ideen“, betont Ingo Rieken, Inhaber des Naturgartens. Aktion „Piep-Show“ Von dem Preisgeld soll außerdem ein sechseckiger Pavillon errichtet werden, an dessen Außenseiten Vogelkästen mit einer gläsernen Rückwand angebracht sind. So lassen sich die Vögel beim Brüten beobachten. Bei dieser „Piep-Show“ wird den Besuchern ein einmaliger Einblick in die Kinderstube der heimischenV ogelwelt ermöglicht. Es ist zudem geplant, die bestehende Solaranlage um eine E-Bike-Ladestation zu erweitern. Die Umweltgruppe möchte zudem neben der Erweiterung der Streuobstwiese, ein neues Staudenbeet (Blühstreifen), eine Kräuterspirale, einen größeren Bienenstand sowie eine weitere Eisvogelniststation anlegen. Sollte das Geld reichen, wird sogar über ein kleines Windrad zur Stromerzeugung nachgedacht. Umfassendere Informationen Auch soll der Besucher im Naturgarten umfassender informiert werden. Dazu wird der Gartenrundkurs um weitere Informationstafeln bereichert werden und auch im technischen Bereich soll noch weiter aufgerüstet werden. Geplant ist eine Live Übertragung, via Webcam aus einigen Vogelkästen sowie aus einem Bienenvolk auf die Internetseite Naturgartens, wo das Ganze dann verfolgt werden kann. Die Umweltgruppe möchte sich bei allen bedanken, die sie in den vergangenen 20 Tagen unterstützt hat. Unter 80 verschiedenen Natur-und Umweltschutzprojekten hat es Befi ‘s Naturgarten mit Hilfe seiner Fans ins Finale geschafft. Jetzt hofft der Nabu auf die Unterstützung vieler Menschen damit der Umweltpreis nach Ostfriesland geholt werden kann. Noch nie war es so einfach Befi ‘s Naturgarten aktiv zu unterstützen. Einfach im Internet unter www.socialvalue.de/Abstimmung eine Stimme für den Naturgarten abgeben. Weitere Informationen überBefi ‘s Naturgarten gibt es im Internet. www.befi s- naturgarten.de.

Das Team (von links): Johann Fennen (Imker), Ingo Rieken (Planer), Nils Hoogstraat (Techniker), Theo Lüken (Vorsitzender Nabu Emsland Nord). Foto: Privat

NATURGARTEN

Mit dem Naturgarten setzt sich der Nabu Emsland Nord für den Erhalt und die Förderung der heimischen Tier- und Pfl anzenwelt ein. Mit vielen praktischen Tipps und Ideen sollen vor allem Kinder und Jugendliche für das Thema Natur- und Umweltschutz begeistert werden. Hier ist das Thema Natur- und Umweltschutz nicht nur Programm, sondern immer ein Erlebnis. Der Garten lädt zu Entdeckungsreisen in die Natur ein, bei denen nicht nur die Kleinen große Überraschungen erleben können. Attraktionen wie eine Solarstrom-Handytankstelle, eine Eisvogelniststation und ein Bienenschaukasten laden die Besucher zum längeren Verweilen ein.

Original-Bericht aus dem Sonntags-Report
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Aus dem „Der Wecker“ vom 21. Oktober 2012

Es geht ums Ganze

Im Wettbewerb um den Umweltpreis der SpardaBank hat „Befis Naturgarten“ bereits 6300 Stimmen erhalten.

Burlage.  Mehr als 6300 Stimmen hat „Befis Naturgarten“ in Burlage bereits im Wettbewerb um den Umweltpreis der Sparda-Bank Münster erhalten – und sich damit auf Rang zwei für das Finale qualifiziert. Mehr als 70 Projekte wurden gemeldet, knapp vier Wochen lang wurde online abgestimmt. Die zehn Bestplatzierten treten jetzt erneut gegeneinander an – darunter auch das traumhafte Idyll von Ingo Rieken, Johann Fennen, Nils Hoogstraat und Theo Lüken. Die zweite Abstimmung im Internet beginnt heute.

„Für uns ist der Wettbewerb eine einmalige Chance“, sagt Ingo Rieken. Denn der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert. Der Gewinner erhält davon 5000 Euro. „Damit könnten wir zahlreiche Projekte realisieren“, sagt der Leeraner.

 

Vor zwei Jahren begannen Rieken und sein Team damit, ein brachliegendes Grundstück am Burlager Ortsrand in ein grünes Paradies zu verwandeln (der „Wecker“ berichtete). Das Ziel: Die Menschen sollen die Natur erleben. Obstbäume wurden gepflanzt und ein Insektenhotel errichtet, eine Benjeshecke entstand ebenso wie ein Bienenstand, diverse Nistkästen wurden aufgehängt und eine Solaranlage installiert. – und vieles mehr.

„Mit unserem Naturgarten setzen wir uns für den Erhalt und die Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ein“, sagt Rieken. Jetzt hofft er, dass viele Menschen das Projekt weiter unterstützen und im Internet auf der Seite www.sparda-umweltpreis.de für den Naturgarten abstimmen. Das Finale begann am Freitag. Die Stimmen werden täglich bis 14 Uhr kontrolliert und dann freigeschaltet. Am 25. Oktober stehen die Gewinner des Umweltpreises fest.  -sbe

Original-Bericht aus "Der Wecker"
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Aus Ostfriesen-Zeitung und

General-Anzeiger vom 19. Oktober 2012

Burlage: Traumhaftes Idyll zieht ins Finale ein

UMWELT 6300 Stimmen für Befis Naturgarten beim Sparda-Bank-Preis

Gut 70 Projekte haben an dem Wettbewerb teilgenommen. Die zehn mit den meisten Stimmen treten ab heute erneut gegeneinander an – darunter auch Ingo Riekens grünes Paradies.

 

von Sebastian Bete

Um für „Befis Naturgarten“ in Burlage zu werben, hat Ingo Rieken auch ein Faltblatt drucken lassen. Bild: Bete

Burlage - Die Unterstützung ist überwältigend. Mehr als 6300 Stimmen hat „Befis Naturgarten“ in Burlage beim Umweltpreis der Sparda-Bank Münster erhalten – und sich damit auf Rang zwei spielend für das Finale qualifiziert. Mehr als 70 Projekte wurden gemeldet, knapp vier Wochen lang wurde online abgestimmt. Die zehna Bestplatzierten treten nun erneut gegeneinander an. Darunter auch das traumhafte Idyll von Ingo Rieken, Johann Fennen, Nils Hoogstraat und Theo Lüken. Die zweite Abstimmung im Internet beginnt heute (siehe Infokasten). „Für uns ist der Wettbewerb eine einmalige Chance“, sagt Ingo Rieken. Denn der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert.

Der Gewinner erhält davon 5000 Euro. „Damit könnten wir zahlreiche Projekte bei uns realisieren“, sagt der Leeraner. Vor zwei Jahren packten Rieken und sein Team am Burlager Ortsrand an, verwandelten eine brachliegende Fläche in ein grünes Paradies. Ihr Ziel: Die Menschen sollen die Natur erleben, sie genießen, eine Menge über sie lernen. Obstbäume wurden gepflanzt und ein Insektenhotel errichtet, eine Benjeshecke entstand ebenso wie ein Bienenstand, diverse Nistkästen wurden aufgehängt, auch eine kleine Solaranlage installiert – und vieles mehr. Heißt: Ein fantastischer Schaugarten für den Naturschutzbund ist entstanden.

 

„Mit unserem Naturgarten setzen wir uns für den Erhalt und die Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt ein“, sagt Rieken. Und er sagt auch: „Bei uns ist das Thema Natur- und Umweltschutz nicht nur Programm, sondern ein Erlebnis.“

 

Jetzt hofft der Leeraner, dass viele das Projekt in Rhauderfehn-Burlage weiter unterstützen und im Internet auf der Seite www.sparda-umweltpreis.de für den Naturgarten abstimmen – denn dann kann das traumhafte Idyll, das grüne Paradies, schnell weiter wachsen.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
Ostfriesen-Zeitung_E-Paper-Ausgabe_Leer_[...]
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Aus dem Kirchenboten (Wochenzeitung für das Bistum Osnabrück)

vom 4. September 2012

Paradies für Pflanzen und Tiere

Was es zu sehen gibt:
Im kleinen Dorf Burlage, einem Ortsteil von Rhauderfehn im Kreis Leer, liegt Befis Naturgarten. Das vom Naturschutzbund als Schaugarten geförderte Projekt ist nach dem aus Burlage stammenden Naturschützer und Heimatschriftsteller Bernhard Ficken (BeFi) benannt.

Warum es sich lohnt:
Das 4000 Quadratmeter große Areal ist ein Gartenparadies, das unzählige heimische Pflanzen und Tiere beherbergt. Den Erhalt heimischer Artenvielfalt haben sich die Initiatoren des Projekts, Theo Lüken und Ingo Rieken, zum Ziel gesetzt. Der Naturgarten ist nicht mit einem Biotop zu verwechseln. Das Areal hat Gartencharakter und wird entsprechend gepflegt. Ein Gartenrundkurs führt zu verschiedenen Stationen, an denen sich Besucher informieren können.

Öffnungszeiten:
Befis Naturgarten ist an jedem Tag geöffnet. Am Eingangstor liegen Info-Broschüren bereit. Der Eintritt ist kostenlos.

Wie man dorthin kommt:
Befis Naturgarten liegt am Befi-Weg (im Navigationssystem: Fichtenweg) in Burlage. Von Westrhauderfehn aus oder von Esterwegen/Bockhorst aus fährt man mit dem Rad oder dem Auto über die Landesstraße 30 bis etwa auf Höhe der Ortsmitte Burlage. Der Befi-Weg zweigt direkt von der L 30 ab.

Ausflugstipps in der Nähe:
Rundherum gibt es eine reizvolle ostfriesische Moorlandschaft – teils mit Hochmooren, die trockengelegt und als Grünland genutzt werden, teils aber auch mit wiedervernässten Flächen, in denen sich das Moor in seiner ursprünglichen Form wieder neu bildet. Die Burlager Mühle liegt in Sichtweite von Befis Naturgarten, der Moorerlebnispfad Esterwegen ist etwa acht Kilometer entfernt – genau wie die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Esterwegen und das Kloster der Franziskanerinnen.

Original-Bericht aus dem Kírchenboten
09_09.osnabrueck_12.pdf
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TV-Bericht heimatLIVE Oldenburg

Aus dem General-Anzeiger vom 28. August 2012

Überwältigendes Auftaktjahr motiviert

Ein starkes Team, das das erste öffentliche Naturgartenjahr in Burlage möglich machte und voller Elan bereits das zweite Jahr vorbereitet ( von links): Imker Johann Fennen, Planer Ingo Rieken, Techniker Nils Hoogstraat und Nabu-Experte Theo Lüken. Bild: P

Von Günter Radtke

 

Befis Naturgarten in Burlage zog gleich im ersten Öffnungsjahr viele Besucher an. Die Tore zu der beliebten Naturoase werden jetzt vorerst geschlossen. Hinter den Kulissen wird dann schon die zweite Gartensaison im Jahr 2013 vorbereitet.

Burlage - „Eine spannende Gartensaison geht zu Ende“, sagt Ingo Rieken, Betreiber von Befis Naturgarten in Burlage, und weist damit auf den bevorstehenden Abschluss des ersten Öffnungsjahres hin, in dem das 4000 Quadratmeter große Idyll unweit der Landesstraße 30 für die Öffentlichkeit zugänglich gewesen ist. Das Motto lautete in diesem Jahr „Entdecker gesucht“. Zum kommenden Wochenende schließt der Naturgarten vorerst seine Pforten. Es ist Saisonende. Und die erste Saison ist überaus gut verlaufen. Viel erfolgreicher, als es Ingo Rieken und sein Organisationsteam vermutet hatten. Rund 1000 gezählte Besucher waren in den vergangenen Monaten in Befis Naturgarten zu Gast. Hinzu kommen noch all die, die auf Stippvisiten da waren und offiziell gar nicht erfasst worden sind. „Die Resonanz auf den Garten war überwältigend“, freut sich Ingo Rieken und fügt hinzu: „Damit hatten wir nicht gerechnet.“

Idyllisch an der Roten Riede gelegen: Befis Naturgarten in Burlage.

Unter anderem erkundeten von April an die Jungen und Mädchen aus neun Bockhorster, Burlager und Rhaudermoorer Schulklassen die Tier- und Pflanzenwelt in der Naturoase an der Roten Riede. Aber auch verschiedene Vereine und Gruppen wie zum Beispiel der Heimatverein Herbrum (Emsland), die Turnerriege von TuRa 07 Westrhauderfehn und Jugendgruppen sowie interessierte Lehrer der Papenburger Michaelschule kamen zur Besichtigung. Für den kommenden Freitag hat sich kurz vor dem diesjährigen Toreschluss auch der Generalsekretär der Niedersachsen-CDU und Landtagsabgeordnete, Ulf Thiele (Remels) mit den Rhauderfehner Christdemokraten angekündigt. In Zusammenarbeit mit dem nordemsländischen Naturschutzbund wurden in diesem Jahr in Befis Naturgarten eine Handy-Solarstrom-Tankstelle, eine Eisvogelnist-Station, ein Insektenhaus, ein Gartenrundkurs und ein Bienenschaukasten geschaffen.

Es gibt allerdings keine Verschnaufpause, weil mit Blick auf das Gartenjahr 2013 noch viel zu tun ist. Am vergangenen Wochenende wurde von fleißigen Helfern eine weitere hölzerne Nistkastenschauwand aufgestellt. Die wurde mit einer Infotafel zum Eisvogelprojekt auf dem Areal ausgestattet. In Planung sind für das kommende Jahr eine „Piepshow“, ein Staudenbeet und eine Kräuterspirale. In Zusammenarbeit mit dem Nabu soll zudem eine zweite Eisvogelniststation gebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt soll das Thema „Erneuerbare Energie“ werden. Zu diesem Zweck soll die bereits bestehende Solaranlage erweitert und eine Windkraftanlage errichtet werden. Dafür sucht das Burlager Naturgartenteam noch Sponsoren.

Seit dem vergangenen Sonnabend steht eine neue Schauwand des Naturschutzbundes Niedersachsen in Befis Naturgarten. Daran sind spezielle Nistkästen aus Holzbeton sowie eine neue Infotafel des Nabu mit Wissenswertem zur Eisvogelstation zu sehen.
Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
General-Anzeiger_E-Paper-Ausgabe_GA-Gesa[...]
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Aus der Ems-Zeitung vom 27. August 2012 

Befis Garten wird erweitert

dhe BURLAGE.  Ende des Monats schließt Befis Naturgarten in Burlage seine Pforten. Die Initiatoren wollen umfangreiche Erweiterungen durchführen. Unter anderem soll ein neues Staudenbeet angelegt werden. Weiter wird eine zweite, vom Naturschutzbund geförderte Eisvogelbrutstation gebaut. Der Garten wird zudem um mit einer Kamera ausgestattete Nistkästen Nistkästen ergänzt. Das Thema "Erneuerbare Energie" soll in den Naturlehrgarten eingebunden werden. In den vergangenen Wochen wurde bereits eine solarbetriebene Handy-Tankstelle eingeweiht. Nach Angaben der Betreiber wurden im vergangenen Jahr rund 1000 Besucher gezählt, darunter mehrere Schulklassen. 

Aus dem "Der Wecker" vom 26. August 2012

Paradies für Mensch und Tier

Hinter Befis-Naturgarten in Burlage liegt die erste Saison. Mehr als 1000 Menschen haben sich die grüne Oase am Burlager Tief angesehen. Ende August wird die Gartenpforte geschlossen.

 

Von Christine Schneider-Berents

Zu Befis-Naturgarten in Burlage gehört auch ein Teich. Das Biotop ist inzwischen Lebensraum für viele heimische Tiere und Pflanzen. Bild: Radtke

 

BURLAGE. Das Paradiesist gar nicht weit weg. Manfährt aus Rhauderfehn kommend auf der Landesstraße 30 nach Burlage und biegt, kurz hinter der Mühle rechts ab in den Befi-Weg. Hinter dem Haus mitder Nummer eins ist man dann am Ziel – in Befis-Naturgarten. Das 4000 Quadratmeter große Privatgrundstück am Burlager Tief war in den zurückliegenden fünf Monaten as Ziel von rund 1000 Besuchern. Dazu gehörtenv iele Vereine ausd em ostfriesischen und aus dem emsländischen Raum, aber auch neun Schulklassen, die dort einen Naturkundeunterricht der besonderen Art erfuhren. „Das ist unglaublich. Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Ingo Rieken,nach dessen verstorbenen Großvater Bernhard Ficken, genannt „Befi“, das Refugium benannt ist. Jetzt geht das erste Gartenjahr zuneige. Ab Ende August ist die Pforte ür Besucher geschlossen. Aber nur vorübergehend, im kommenden Jahr gehtes weiter, getreu dem Motto, das für den Naturgarten gewählt wurde: „Entdecker gesucht“. „Wir brauchen nur etwas Zeit, um die nächsten Projekte zu verwirklichen“, begründet Ingo Rieken die anstehende Gartenpause. Geplant ist nter anderem der Bau einer zweiten Eisvogel-Station und der einerKräuterspirale. Außerdemsoll ein Staudenbeet angelegt werden. „Ja, und dann haben wir da ja noch unsere Piepshow, eine Reihe von Nistkästen mit gläsernen Rückwänden, durch die man die Vögel bei derAufzucht ihrer Jungen beobachten kann“, zählt Rieken ein paar der nächsten Vorhaben auf. Mit „wir“meint er Theo Lüken, den Vorsitzenden der Nabu-Gruppe Emsland-Nord, seinen Vater Hermann Rieken, seinen Freund Nils Hoogstraat, Imker Johann Fennen und weiterefreiwillige Helfer. Ohne deren tatkräftige Unterstützung und ohne die finanzielleHilfe des Nabus und einiger Sponsoren hätte er das brachliegende und verwilderte Grundstück nicht in der Kürze der Zeit umgestalten können. „Eigentlich wollte ich nur ein paar Obstbäume anpflanzen, heimische Sorten, die hier gut wachsen. So, wie sich das jetzt alles präsentiert, war das garnicht geplant. Aber jeder von uns hatte eine tolle Idee. Das Ganze hatte plötzlich eine Eigendynamik entwickelt, die nicht mehr aufzuhalten war“, erklärt Rieken die Vielzahl an Beerensträuchern und Obstbäumen, an Wiesenblumen, Gräsern, Kräutern und Stauden, die Vogelhecke mit Pfaffenhütchen, Schlehe und Holunder,die Benjeshecke, die Trockenmauer, das Insektenhotel, den Bienenschaukasten, den Teich und den Schuppen, an dessen einer Wand Nistkästen für unterschiedliche Vogelarten hängen. Besonders stolz ist Ingo Rieken auf die erste Eisvogel-Station, die im April als Nabu-Projekt in Ufernähe des Burlager Tiefs verwirklicht wurde. Jetzt hoffen alle, dass sich der in seinem Bestand stark dezimierte Vogel dort auch ansiedeln wird. „Mal sehen ob das klappt. Neulich habe ich dort schon mal einen Eisvogel gesehen“, sagt der Gartenfreund.

Die „Macher“ von Befis-Naturgarten: Imker Johann Fennen (von links), Planer Ingo Rieken, Techniker Nils Hoogstraat und Nabu-Mann Theo Lüken. Es fehlt Hermann Rieken. Bild: privat

Aktionen und weitere Pläne 

 

In Zusammenarbeit mit der Sonntagszeitung „Der Wecker“ und dem Nabu Emsland-Nord hatten die Freunde von Befis-Naturgarten zu Beginn dieses Jahres die Fotoaktion „Monat der Wintervögel“ initiiert. Dem Aufruf, Fotos von Wintervögeln zur Veröffentlichung einzureichen, waren weit mehr als 700 Vogelfreunde gefolgt. Das Siegerfoto mit einer Meise stellte Jürgen Berner aus Leer. Seit August steht im Garten eine Sammelbox für Alt-Handys. Pro Handy kommen drei Euro dem Umweltschutz zugute. „Erneuerbare Energien“ sind im kommenden Jahr das Schwerpunktthema der Gartenfreunde. Die Solaranlage wird erweitert, und es ist der Bau einer Windkraftanlage geplant. Dafür werden noch Sponsoren gesucht.

Original-Bericht aus dem "Der Wecker"
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Aus dem EL-Kurier vom 26. August 2012

Befis Naturgarten schließt und rüstet auf

Erweiterungen für Tier- und Pflanzenschau in Burlage

Geschlossen wird Befis Garten in Burlage Ende des Monats vorerst von Ingo Rieken (l.) und Theo Lüken. Hellmers-Foto

Von Dirk Hellmers

 

Burlage (EL) – Mit den Sommerferien endet auch die Saison für „Befi´s Naturgarten“ in Burlage. Die beiden Initiatoren des Schaugartens, Ingo Rieken und Theo Lüken, wollen die restlichen Sonnentage für umfangreiche Erweiterungen nutzen. Mit dem Verlauf der ersten Saison ist Theo Lüken, Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland-Nord, zufrieden. Seiner Schätzung nach hatte der Garten rund 1000 Besucher. Davon waren etwa 150 Schüler. „Da wir nicht immer dort sind, können wir die Zahl nur vermuten“, sagt Lüken. Damit Besucher sich dort zurecht finden, sind alle Stationen mit QR-Codes versehen. So können die Gäste Informationen mit ihrem Mobiltelefon über eine Internetverbindung nachschlagen. In diesem Jahr war der Naturgarten, den das Duo zur Erhaltung einheimischer Tierund Pflanzenarten angelegt hat, zum ersten Mal öffentlich zugänglich. Ursprünglich sollten auf dem 4000-Quadratmeter Grundstück lediglich alte Obstbaumsorten erhalten werden. Namensgeber des Gartens ist Riekens verstorbener Großvater Bernhard Ficken (BeFi), von dem das Grundstück stammt. Das Projekt wurde schon während der Bauphase um mehrere Stationen wie Insektenhotels, Nistkästen und eine Eisvogelbrutstation erweitert. Ziel des Projektes ist es, den Besuchern die Natur näher zu bringen. Daher das Motto „Entdecker gesucht.“ Auch das Duo sowie die weiteren Teammitglieder Hermann Rieken, Johann Fennen, Nils Hoogstraat entdecken bei fast jedem Besuch etwas Neues. Nun planen Rieken und Lüken eine zweite Eisvogelbrutstation zu bauen. Diese ist wie viele andere Einrichtungen in dem Garten vom Nabu gefördert. „Hier hat zwar noch kein Eisvogel gebrütet, aber wir haben schon welche gesichtet“, hofft Lüken auf die ersten Küken in Burlage. Erweitert werden soll auch die Imkerei. Weiter sollen zusätzliche Nistkästen dort angebracht werden, die mit einer Kamera ausgestattet sind. Zudem will der Nabu-Chef dort auch Stauden anpflanzen. „Dann blüht es dort noch mehr“, berichtet der Burlager. Dazu kommen noch mehrere kleine Verbesserungen, wie ein neuer Infostand mit Broschüren. Am liebsten würde Lüken gleich ein weiteres Grundstück pachten. „Das muss aber in der Nähe und finanzierbar sein.“ Für die kommende Saison will Rieken auf das Thema Erneuerbare Energie setzen. In den vergangenen Wochen wurde bereits eine Solarstrom-Handy-Tankstelle eingeweiht. Diese möchte er gerne erweitern. Zudem hofft er auf Sponsoren für eine Windkraftanlage. Auch wenn die Saison nun bald vorbei ist verspricht Lüken: „Besucher werden nicht weggeschickt.“ Der Garten liegt am Befi-Weg in Burlage. Im Navigationssystem muss nach dem Fichtenweg gesucht werden. www.befis-naturgarten.de

Original-Bericht aus dem EL-Kurier
EL-kurier-papenburg-sonntag_2012-08-26_s[...]
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Aus dem Sonntags-Report vom 28. August 2012

Paradies für Klaus Kleiber und Freunde

Befis Naturgarten freut sich über 1.000 Besucher – 4.000 Quadratmeter große Oase

Theo Lüken und Ingo Rieken mit ihrem selbstgebauten Insekten-Hotel. Ganze 30 Kilo Honig haben die flßeißigen Bienchen bis jetzt gesammelt. Fotos: Antje Jansen

Von Antje Jansen

Theo Lüken präsentiert stolz das Nest der Eisvögel, das sich in einem künstlich hergestellten Steilufer befi ndet.

Burlage „Da vorne befifndet sich unser Insektenhotel“, sagt Ingo Rieken aus Leer, der das ehemalige Grundstück seines Opas, Bernhard Ficken, im BeFi-Weg in Burlage vor zwei Jahren zum Naturgarten umfunktioniert hat. Er zeigt auf den dicken Baumstamm, in dem sich viele kleine Löcher befi nden. „Hier sieht man gut, welche schon wieder von innen geöffnet wurden.“ Im Hintergrund flattern Schmetterlinge über die üppige Wiese, auf der die meisten Blumen mittlerweile verblüht sind, und Vögel singen lauthals. „Eigentlich war es nie geplant, den Garten öffentlich zugänglich zu machen“, sagt Rieken. Doch mittlerweile bildet Befi s Naturgarten für Kindergärten, Schulen, sowie andere Natur-Interessierte einen beliebten Anlaufpunkt. Neun Schulklassen mit insgesamt 150 Kindern befanden sich in dieser Saison, die von Anfang April bis Ende August dauert - unter den rund 1.000 Besuchern. „Hier sind über 34 nachgewiesene Vogelarten beheimatet“, freut sich Rieken. Auch Schmetterlinge gibt es dort in Hülle und Fülle. Weiter haben sich dort mehrere Bienenvölker eingefunden, die schon 30 Kilogramm Honig produziert haben. Neben den Tieren hat Ingo Rieken gemeinsam mit Theo Lüken, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Emsland-Nord, für viele Pfl anzen und Bäumen auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Grundstück ein Zuhause geschaffen. Während sich die Saison dem Ende neigt, geht für Rieken und Lüken die Arbeit erst richtig los. „Wir planen eine Piep-Show“, verrät Ingo Rieken und grinst. „Wir bauen einen Pavillon, in dem die Besucher den Vögeln beim Brüten zusehen können. Auch dem Kleiber mit Namen Klaus - Klaus Kleiber - und seiner Gundula wollten die beiden Männer im Sommer beim Brüten zusehen. „Aber als wir die Web-Kamera installiert hatten, hat er sich einfach ein anderes Vogelhaus gesucht.“ Wie auf Kommando ist in kurzer Entfernung plötzlich ein lautes Piepen zu hören. „Das ist er“, sagen beide im Chor. Außerdem wollen sie eine weitere Eisvogel-Station bauen, ein Staudenbeet und eine Kräuterspirale anlegen und eine Nistkasten-Schauwand einrichten. Klaus Kleiber und seine Freunde wird‘s freuen. www.befi s-naturgarten.de

An dieser Solar-Station können Handys kostenlos aufgeladen werden.
Emsiges Treiben herrscht auch jetzt noch bei den Bienen.
Original-Bericht aus dem Sonntags-Report
SR-26-08-2012.pdf
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Videobeitrag von Ostfriesen TV und General-Anzeiger

Die ersten Kinder konnten sich bereits einen Eindruck machen.

Externer Link: Zum Videobericht bitte Bild anklicken!

Aus der Ems-Zeitung vom 14. Juni 2012

Im Burlager Garten der Artenvielfalt

Aus der Idee von einem Obstbaumgarten haben Theo Lüken (links) und Ingo Rieken ein kleines Naturparadies geschaffen. Bis zu 5000 heimische Pflanzen und Tierarten sollen dort ein Zuhause finden. Fotos: Dirk Hellmers

Paradies für einheimische Arten

Foto: Ems-Zeitung, Dirk Hellmers

Nach fast zwei Jahren öffnete Befis Naturgarten im Mai seine Pforten. Der Garten ist nach Bernhard Ficken
(kurz : BeFi), dem verstorbenen Großvater von Ingo Rieken, benannt. Zuerst wurden mithilfe eines Tiefbauunternehmens der Teich angelegt und alle nicht einheimischen Pflanzen entfernt. Rieken und Theo Lüken wollen mit dem Naturgarten die Artenvielfalt in der Region präsentieren. Viele der Projekte wurden vom Naturschutz-Bund (NABU) gefördert. Für Schulen bieten die beiden Führungen an. Dabei kann auch ein Imker die Bienenzucht erklären. Auch für andere Besucher ist der Garten jederzeit geöffnet. Am Eingang liegen Infobroschüren aus. Das Grundstück liegt am Befi Weg (im Navigationssystem: Fichtenweg) in Burlage. Weitere Infos unter www. befisnaturgarten.de.


Zurück zur Natur: Bis zu 5000 heimische Tiere und Pflanzen wollen Theo Lüken und Ingo Rieken ein Zuhause geben

von DIRK HELLMERS

 

BURLAGE. Die holprige Straße und der alte Zaun lassen noch nichts von dem kleinen Paradies erahnen, das sich auf dem unscheinbaren Grundstück in Burlage befindet. Von der Straße, die nur wenige Meter entfernt liegt, dringt das Rauschen der Fahrzeuge herüber. Doch wenn Ingo Rieken und Theo Lüken die Pforte öffnen, scheint jeder Schritt in eine andere Welt zu führen – in Befis Naturgarten. „Vergangenes Jahr war hier noch alles schwarz“, erinnert sich Rieken. Es war nur Bauerde zu sehen. Noch ein weiteres Jahr zurück gab es nur Wildwuchs auf dem Grundstück. Selbst ein mehrere Jahrzehnte alter Bauwagen war mit den Gräsern verwachsen – genau wie ein vergessener Steinhaufen. Der Leeraner hat das 4000- Quadratmeter-Grundstück gemeinsam mit Theo Lüken in einen Naturgarten verwandelt. Zwei Jahre Arbeit sowie viele Helfer und Sponsoren waren dafür nötig. Doch mit jedem Schritt, den das Duo durch das Gelände schreitet, ist es mehr und mehr davon überzeugt, dass sich der Aufwand gelohnt hat. An beiden Seiten umgeben sie hüfthohe Gräser. Der Trampelpfad, der durch das Gelände führt, ist gerade mal einen halben Meter breit. Nach wenigen Schritten ist der Lärm der Straße in den Hintergrund gerückt. Das Zwitschern der Vögel und das Zirpen der Grillen drängen die Verkehrsgeräusche in den Hintergrund. Mitten auf dem Grundstück bleibt Rieken stehen. Er scheint die Führungen zu genießen. Er deutet auf einige Obstbäume. „Damit hat alles angefangen“, berichtet er von der Geschichte des Gartens. „Wir wollten alte Obstbäume erhalten und einen Obstgarten anlegen“, erzählt Rieken stolz. Daraus ist ein Naturgarten mit elf Stationen geworden. Bei dem Projekt an Riekens Seite steht Theo Lüken, Vorsitzender des Naturschutzbundes Emsland Nord. An der Grenze des Grundstückes gibt es ein Insektenhotel. „Hier finden Ohrenkneifer und Wildbienen Platz“, sagt Lüken und zeigt auf die unterschiedlichen Hölzer in dem Unterstand. „Auf einer Streuobstwiese leben bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten“, weiß Lüken. Davon sei der Garten zwar noch entfernt, aber er gedeihe prächtig. Fast zu prächtig, denn eine Sache bereitet den Gärtnern Kopfzerbrechen: das Mähen. Zwar wollen die beiden eine Überwucherung verhindern. „Durch das Mähen können sich auch weniger dominante Pflanzenarten durchsetzen“, erklärt Rieken. Aber es blühe alles so schön. Daher hätten sie sich vor dem Mähen erstmals gedrückt. Wahrscheinlich werden nun einige Teilstücke wild gelassen, plant Rieken. Der Rest müsse aber dennoch gemäht werden. Neue Pläne sind das nächste Stichwort während der Führung. Für die kommende Saison soll ein Kräutergarten angelegt werden. Und Rieken denkt bereits vor dem ersten Spatenstich einen Schritt weiter. „Wir hatten in einem der Nistkästen eine Webcam. Den hat aber kein Vogel angenommen“, so der gebürtige Burlager. Um die Besucher an dem Nachwuchs der Vögel trotzdem teilhaben zu lassen, sollen nun größere Geschütze aufgefahren werden. „Piep-Show“ nennt er das Projekt. Ein Achteck soll mit Nistkästen aufgestellt werden mit Fenstern an der Rückwand. Dass irgendwann der Platz auf dem Grundstück nicht mehr reicht, haben die beiden eingesehen. „Wir würden gerne die umliegenden Grundstücke pachten“, will Rieken auch von der Größe her das Projekt erweitern.

 

Die beiden streifen weiter zum hinteren Teil des Gartens. Dabei kreuzen
bläulich-silbern schimmernde Libellen ihren Weg. In der äußeren Ecke im Schatten einiger älterer Bäume steht Lükens ganzer Stolz. Auf dem ersten Blick sieht alles nach einem Komposter aus. „Wir haben hier ein Stalldach nachgebaut“, erklärt der Naturschützer. Hier sollen die selten gewordenen Eisvögel nisten. Langweilig werden die Rundgänge durch den Garten für die Naturfreunde nie. „Es gibt immer etwas zu entdecken“, sagt Lücken. „Heute Morgen habe ich beim Insektenhotel eine Kröte gesehen“, gibt ihm Rieken recht. Wenig später hat auch Lüken seine Entdeckung des Tages gemacht. Er fängt einen rund fünf Zentimeter langen Grashüpfer. Bei Kindern sind die Touren durch den Naturgarten besonders beliebt. Seit der Öffnung Ende Mai haben ihn schon neun Schulklassen besucht. Viele Besucher kommen an den Wochenenden. Sie finden ausgeschilderte Stationen mit Erklärungen, die es ermöglichen, den Garten auf eigene Faust zu erkunden. Auf den Schildern sind QR-Codes angebracht. Diese verlinken auf die Internetseite, die weitere Informationen bietet. Wichtig ist Lüken, dass Befis Naturgarten nicht mit einem Biotop verwechselt wird. „Es soll schon Garten-Charakter haben und gepflegt werden“, so der NABU-Chef aus Bockhorst. Wie der Garten aus Sicht von Kindern aussieht, zeigt eine große Tafel am Eingang. Dort haben die Jungen und Mädchen der Grundschule Burlage ihre Eindrücke aufgemalt. Auf vielen Bildern sind Schnecken und Bienen zu sehen. Die Bienen im Garten werden von Imker Johann Fennen betreut. Aus ursprünglich 3000 Bienen sind mittlerweile 30 000 geworden. Ein weiterer Beweis dafür, dass man sich in Befis Naturgarten wohlfühlen kann. Ein kleines Paradies in Burlage, das wächst und gedeiht.

Original-Bericht aus der Ems-Zeitung
EZE20.pdf
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Aus dem General-Anzeiger vom 23. Juni 2012

"Hier muss man die Tiere noch selbst entdecken"

UMWELT Grundschulen auf Expedition in Befis Naturgarten in Burlage Lehrer und Kinder sind total begeistert 

 

VON GÜNTHER RADTKE

Die Pflanzen- und Tierwelt, die sie in Befis Naturgarten am Rande der Ortschaft Burlage zu sehen bekamen, beeindruckten die Grundschüler sehr. Sie hielten sich einen ganzen Vormittag in der Naturoase auf, malten Bilder davon und buken Stockbrot über offen

Nach der Bockhorster Grundschule waren jetzt die Burlager Jungen und Mädchen da. Nächste Woche kommen die Rhaudermoorer.

 

Burlage - „Toll“ ist das am häufigsten zu hörende Wort, vormittags zwischen Bienenstock, Insektenhotel, Eisvogelstation und Nistkästen in Befis Naturgarten am Befi-Weg in Burlage. 40 Jungen und Mädchen der ersten, zweiten, dritten und vierten Klasse der Burlager Grundschule sind zu Besuch, verbringen einen ganzen Vormittag in Ingo Riekens Naturoase zwischen Burlager Tief und Landesstraße. „Expedition in Befis Naturgarten“ heißt das Projekt der Grundschule. Mathe, Deutsch und Sport fallen dafür aus.

Einige Wochen lang haben sich die Kinder vorab im Sachkundeunterricht auf den Ausflug vorbereitet, sich in der Theorie intensiv mit den Themen Teich, Blumenwiese und Imkerei beschäftigt. Und im Werkunterricht haben sie ein Insektenhotel gebaut.

 

Im hüfthohen Gras führen Ingo Rieken und Theo Lüken die Jungen und Mädchen in zwei Gruppen über das Areal, zu Nistkästen, Benjeshecke, Immenhus, Streuobstwiese, Bienenschaukasten und Eisvogelstation bis hin zum Teich und zur Trockenmauer. Mehr als 30 Vogelarten sind dort zu Hause, erfahren die Kinder und hören für einen Moment dem Vogelgesang aufmerksam zu.

Sie entdecken aber auch Schnecken, Wasserflöhe und andere Tiere. Genau so, wie es sein soll. Denn: „Das ist hier ja nicht wie im Zoo, wo die Tiere da sind, wo man hin geht und sich die Tiere ansieht. Nein, hier muss man die Tiere noch selbst entdecken“, erklärt Ingo Rieken.

Deshalb heiße die jüngst gestartete Sommeraktion für Grundschulen in Befis Naturgarten auch „Entdecker gesucht“. Die Burlager Grundschüler sind die zweiten Teilnehmer. Vor ihnen war schon die Grundschule Bockhorst da. Nächste Woche kommen die Rhaudermoorer. Und die Zahl der Anmeldungen steigt von Woche zu Woche.

 

Nach der Führung gibt es eine Frühstückspause und dann geht es für die Burlager Jungen und Mädchen an die Arbeit. Sie sollen an Tischen rund ums Lagerfeuer Bilder malen, sollen ihre gewonnenen Eindrücke wiedergeben, bunte Wiesenbilder mit Tusche aufs Papier bringen. Die, die nicht tuschen, backen Stockbrot, werten Wasserproben aus oder basteln Schmetterlinge.

Die fertigen Bilder werden anschließend ins Internet gestellt und sind dort unter www.befis-naturgarten.de zu sehen. Und dann kommt noch die Imkerin in ihrer speziellen Schutzmontur und zeigt dem Nachwuchs, wie die fleißigen kleinen Insekten den Honig produzieren. Die Lehrerinnen Sabine Hofmann und Silke Ollermann sind wie ihre Schülerinnen und Schüler begeistert. „Ein tolles Angebot in Befis Naturgarten“, schwärmen sie.

 

Und Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller, der sich an diesem Vormittag auf Einladung von Ingo Rieken ebenfalls einen Eindruck von Befis Naturgarten und den dortigen Führungen für Grundschulen verschafft, lobt: „Das hier ist wirklich eine tolle Anlage und eine Umweltbildung für die Kinder direkt vor Ort. Es ist toll, wenn Menschen wie Ingo Rieken solche Initiativen ergreifen. Und es ist eine gute Sache für den Ort Burlage.“

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
General-Anzeiger_E-Paper-Ausgabe_GA-Gesa[...]
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Aus dem Sonntags-Report vom 17. Juni 2012

Entdeckungs-Tour in Befis Naturgarten

Imker Willi Gebken erklärt die Welt der Bienen Fotos: Theo Lüken (NABU)

Burlage/Bockhorst Unter dem Motto „Entdecker gesucht“ besuchen in diesem Sommer insgesamt neun Schulkassen Befi s Naturgarten in Burlage. Den Auftakt machte jetzt die Grundschule Bockhorst mit fast 40 Kindern. Neue Eindrücke zu sammeln und Alltägliches neu zu entdecken steht bei diesen Veranstaltungen im Vordergrund. Dabei bestimmen die Klassen ihre Themen selber. Die Grundschule Bockhorst beschäftigte sich mit dem Thema Imkerei. Das Imkerehepaar Claudia und Willi Gebken aus Bockhorst, Mitglieder des Imkerverein Nordhümmling, hatten sich einen ganzen vormittag Zeit genommen um den Schülern die Welt der Honigbienen näher zu bringen. Dazu hatten Sie das ganze Equipment dabei, welches eine Imker zur Honigernte benötigt. Aber auch alte Utensilien wie beispielsweise alte Bienenkörbe konnten bestaunt werden. Höhepunkt war sicherlich die alte Honigschleuder. Hier konnten die Kinder selber Honigwaaben ausschleudern. Anhand des Bienenschaukastens in Befis NaturGarten erklärte Imker Willi Gebken den Schülern das Lebens einen Bienenvolkes. Die beiden Bienenvölker in Befi s NaturGarten werden betreut vom Imker Johann Fennen aus Bockhorst, ebenfalls Mitglied im Imkerverein Nordhümmling. Immer dabei ist auch Theo Lüken, Erster Vorsitzender vom Naturschutzbund (Nabu) Emsland Nord. Er nimmt die Kinder mit auf eine Entdeckungsreise durch eine kleine Welt voller großer Überraschungen. Interessierete Schulklassen und Gruppen können sich gerne bei Ingo Rieken von Befi s NaturGarten zu einer Führung anmelden. Anfragen bitte an info@befi s-naturgarten.de

Original-Bericht aus dem Sonntags-Report
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Aus dem General-Anzeiger vom 23. Mai 2012

Burlage: Neues Natur-Idyll entwickelt sich

Seit kurzem gibt es in „Befis Naturgarten“ am Rand von Burlage einen munter belebten Bienen-Schaukasten (Bild) und einen Rundkurs, der an den verschiedenen Naturschutz-Erlebnis-Stationen entlangführt. Anderthalb Jahre lang haben Ingo Rieken (rechts) und Theo Lüken für die Verwirklichung des Naturschutz-Kleinods geackert. Am Wochenende gab es die ersten öffentlichen Führungen durch das grüne Kleinod. Doch wie sieht es dort aus, und wie hat sich das Gelände zu dem Idyll entwickelt, das es heute ist? Der GA hat sich umgesehen. Der Bericht steht auf Seite 15. BILD: CORDSEN

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_23052012_1.pdf
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Aus dem General-Anzeiger vom 23. Mai 2012

Von wüster Brache zum grünen Paradies

Projekt In liebevoller Kleinarbeit entwickeln Ingo Rieken und
Theo Lüken „Befis Naturgarten“ 

Seit anderthalb Jahren arbeiten beide in ihrer Freizeit an dem Projekt, das inzwischen offizieller Schaugarten des Naturschutzbundes ist. 

 

VON OLE CORDSEN

 

Burlage - Der Flecken Erde, den Ingo Rieken und Theo Lüken in ein traumhaftes Idyll verwandelt haben, war noch vor anderthalb Jahren alles andere als ein einladender Ort. Dort, wo heute „Befis Naturgarten“ grünt, am Ortsrand von Burlage, stand ein alter, grünspanbesprenkelter Bauwagen, der über die Jahre verrottet war. Daneben war ein Steinhaufen zur Hälfte umgekippt. Hinter der Bauwagenruine ragte wildes Dickicht auf. Bäume, von Stürmen entwurzelt, waren umgestürzt. Abgebrochene, tote Äste hatten sich verkeilt. Dornendickicht wucherte. Mehr als zehn Jahre lang hatte die 4000 Quadratmeter große Fläche brach gelegen, ehe Rieken und Lüken ihre Vision entwickelten. Den Traum, dass es blüht auf dem Areal, dass dort Obst an Bäumen reift, Bienen und Insekten schwirren, Vögel nisten können, dass dort ein Biotop entsteht, in dem Menschen die Natur genießen, erleben und etwas über sie lernen können: einen Schaugarten für den Naturschutzbund. Der ist verwirklicht. Am vergangenen Wochenende gab es die ersten öffentlichen Führungen auf dem Gelände. Drei Führungen waren geplant. Am Ende kamen so viele Interessierte, dass es viermal so viele Führungen wurden. Auch gibt es jetzt einen Rundkurs mit Infotafeln, auf denen gar ein QR-Code prangt, der Smartphone-Besitzer zur Homepage führt, wo es weitere Infos gibt. 

Die Fläche, auf der der Naturgarten entstanden ist, gehörte dem Burlager Urgestein Bernhard Ficken, kurz „Befi“, der 2007 starb – Ingo Riekens Großvater. Auch, um dem Opa ein lebendiges Andenken zu schaffen, machte der Enkel sich vor anderthalb Jahren ans Werk, entwickelte die Idee mit Theo Lüken aus Bockhorst, der früher direkt neben dem Grundstück gewohnt hatte. Er ist zudem Vorsitzender des Nabu-Verbands Emsland-Nord. Gemeinsam ersannen sie ein Konzept, warben Fördergeld ein und packten an.
Immer wieder stieg Rieken nach Feierabend und an Wochenenden ins Auto und fuhr von Leer, wo er lebt, nach Burlage, um mit Lüken weiter am Traum vom kleinen Naturparadies zu arbeiten – beseelt davon, etwas Besonderes zu schaffen. „Ich habe mir schon lange einen Ort gewünscht, wo Menschen sich erholen können und wo gerade Kinder und Jugendliche das Leben in der Natur erleben und vielleicht so auch eine engere Beziehung dahin entwickeln können“, sagt Rieken.
Die toten Bäume und das karge Dickicht rissen und sägten sie heraus und legten daraus eine „Benjeshecke“ an, die neu gepflanzte Beerensträucher schützt und Lebensraum für viele Kleintiere ist. Ein befreundeter Tiefbau-Unternehmer half mit, den verschlammten, zugewucherten Teich wieder freizulegen, eine andere Firma spendierte kostenlos Sand. Mit Hilfe von Johannes Bolland vom Ostrhauderfehner Verein „Appelhoff“, der sich um den Erhalt alter Obstsorten kümmert, entstand eine Streuobstwiese auf dem Gelände. Damit Schädlinge Blüten und Kronen nicht zerfressen, hängen mit Stroh gefüllte rote Holzkästen zwischen den Stämmen – als Heimstatt für Florfliegen, die ihren Hunger mit Ungeziefer stillen sollen.
Rieken und Lüken haben auch eine überraschende Vielzahl verschiedener Nistkästen montiert. Es gibt welche mit schmalen Schlitzen für Schmetterlinge, unten offene für Fledermäuse, Kästen mit Seitenlöchern für Baumläufer, es gibt besondere Kästen für Steinkäuze oder Gartenrotschwänze.
Rieken und Lüken haben Naturzäune aus übriggebliebenen Ästen gezimmert, an denen Blumen emporwachsen, und auf denen mit Stroh gefüllte Tontöpfe stecken, in denen Ohrenkneifer hausen können. Versteckt, an den Ufern des Burlager Tiefs haben sie Nistmöglichkeiten für Eisvögel gebaut. Es gibt eine Vogelschutzhecke, in der Schlehe, Pfaffenhütchen oder schwarzer Holunder gedeihen.
Inzwischen sirren auch Bienen des Bockhorster Imkers Johann Fennen über das Areal. Es gibt eine Trockenmauer – Lebensraum für Erdkröten, Laufkäfer und Wildbienen und zugleich ein Ort, an dem man zusammensitzen und grillen kann. Überall grünt und blüht es wild im Idyll, an dessen Rand das Burlager Tief plätschert. Ingo Rieken selbst strahlt, wenn er in sein Naturschutz-Kleinod blickt. Immer wieder greift er zum Fernglas, beobachtet Vögel, seufzt, sagt: „Es ist so schön geworden.“ Gern würde er „Befis Naturgarten“ noch erweitern, Nachbarflächen hinzukaufen und integrieren. „Das ist mein Traum“, sagt Rieken. Wer erlebt, wie er mit Theo Lüken seine Vision umgesetzt hat, kann glauben, dass Rieken auch seinen nächsten Traum verwirklicht. 

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_23052012.pdf
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Aus der Online-Ausgabe der "Neuen Zeitung" vom 20. Mai 2012

Gartenführung in Befis Naturgarten

Faszination Natur. Auch bei den Kleinsten Besuchern kam die erste Führung in Befis Naturgarten gut an.

Rhauderfehn/
Befis NaturGarten

 

Befi Enkel Ingo Rieken und Theo Lüken vom NaBu Emsland erklärten und zeigten das kleine Paradies in Burlage
Zur ersten offiziellen Gartenführung in Befis NaturGarten kamen viele Interessierte Besucherinnen und Besucher. Große und Kleine Naturfreunde ließen sich vom Besitzer und Erfinder Ingo Rieken sowie Theo Lüken vom NaBU Emsland, die Schönheiten und besonderen Details des Naturparadieses zeigen und erklären.

 

Mit großer Unterstützung von Theo Lüken, vielen weiteren freiwilligen Helfern, Spendern und Unterstützern, so z.B. dem vom NaBu Emsland oder mk-advertising, ist ein echtes Kleinod enstanden, das in der Region seinesgleichen sucht. Mit viel Liebe haben diese Naturfreunde ein tolles Refugium geschaffen, in dem sich allerlei Vögel, Pflanzen und Insekten tummeln.
Die Streuobstweise mit über 20 Obstbäumen, Teich, Trockenmauer, Vogelhecke, Tiekenhus, Eisvogelstation, Steinkauzkasten oder das Immenhus. Hier ist mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge Arbeit etwas wirklich Schönes enstanden! Eingerahmt von großen Eichen sowie dem Burlager Tief ein Ausflugsziel das jedermann offen steht und die Natur erleben lässt.neuste

 

Das neuste Projekt ist die kürzlich fertiggestellte Eisvogel-Nisthilfe. Die NABU-Gruppe Emsland Nord hat sie kürzlich errichtet. Bei der neu geschaffenen Niststation handelt es sich um zwei voneiander getrennte Brutmöglichkeiten, die ein künstlich geschaffenes Steilufer mit Nisthöhle in Flußnähe nachahmen. Das Projekt wird gefördert durch das Nabu-Projekt "100 Niststationen für Niedersachsen"

Der heutige Schautag war der erste seiner Art und wird sicherlich bald wiederholt. Schulklassen haben die Möglichkeit sich durch den Naturgarten führen zu lassen, bereits 9 Klassen haben sich zu dieser Führung angemeldet.

Und Ingo Rieken hat noch einiges vor: Zusammen mit der Gemeinde Burlage und den bisherigen Partnern und örtlichen Vereinen soll das Projekt "Burlager ObstGarten" ins Leben gerufen werden.
Hierbei geht es um die Schaffung und Vernetzung neuer und bestehender Biotope in Burlage. Im Vordergrund stehen hier zzt. die Suche nach geeigneten Grundstücken sowie die Bildung von Kooperationen und Interessensgemeinschaften.
Ziel ist es mit dieser Aktion einen „Obstgarten für Burlage“ nach ökologischen Gesichtspunkten und Vorbildcharakter zu schaffen und somit ein klares Zeichen für einen nachhaltigen Naturschutz zu setzen.ÿ

Wir drücken Ingo die Daumen und empfehlen eine Besuch im Naturgarten!
Viele Infos auch online unter http://www.befis-naturgarten.de

Viele Produkte wie Bienenhonig aud dem Naturgarten, Nist- und Insektenkästen für den Naturschutz zu Hause auch unter: Nistkästen

Aus dem General-Anzeifer vom 19. Mai 2012

Erste offizielle Führung durch „Befis Naturgarten“ in Burlage

Seit anderthalb Jahren entwickelt sich ein verstecktes Grundstück am Ortsrand von Burlage zu einem idyllischen, wilden Paradies: „Befis Naturgarten“. Der Enkel des Burlager Urgesteins Bernhard Ficken, Ingo Rieken, hat das Areal am Befi-Weg gemeinsam mit Theo Lüken, Vorsitzender des Naturschutzbundes Emsland-Nord, in einen Erlebnisgarten verwandelt, mit kleinen Biotopen, einem Insektenhotel, Brutstätten für Eisvögel und weitere Vogelarten und einer Imkerstation. Das Grundstück ist inzwischen offizieller Nabu-Schaugarten. Seit kurzem ist ein Rundkurs mit zahlreichen Info- Stationen durch das Natur-Idyll fertig. Morgen gibt es die ersten offiziellen Führungen des Nabu durch das Areal – von 10 bis 12 Uhr, allerdings nur per Anmeldung unter Telefon 0160/94409886. Bild: Cordsen 

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
GA_19052012.pdf
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Aus dem Sonntags-Report vom 6. Mai 2012

Eisvogelnisthilfe in Befis Naturgarten

Haben die Eisvogel-Nisthilfe gebaut: Die NABU-Mitglieder Ingo Rieken, Theo Lüken und Rob van der Poll (v. l.)

Paradies für Tiere und Pflanzen / Führung am 20. Mai

 

Rhauderfehn-Burlage (sr) Die NABU-Gruppe Emsland Nord hat jetzt kürzlich eine Eisvogel-Nisthilfe in Befis NaturGarten (NABU Schaugarten) errichtet. Bei den Eisvogelstationen handelt es sich um künstlich geschaffene Steilufer bzw. Bruchkanten in Flußnähe. Niedersachsenweit sollen 100 Niststationen an 50 Standorten aufgestellt werden. Durch die Aufstellung von je zwei Stationen pro Standort haben die Vögel eine Auswahl und können Schachtelbruten, also mehrere Bruten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, durchführen. Das Projekt wird gefördert durch das Nabu-Projekt "100 Niststationen für Niedersachsen" (endet in diesem Jahr) Weitere Infomationen und Bilder finden Interessierte unter www.nabu-emsland-nord.de sowie unter www.befis-naturgarten.de.

 

Am Sonntag, den 20. Mai, 10 - 12 Uhr findet eine Gartenführung mit Theo Lüken (NABU Emsland Nord) und Ingo Rieken (Befis NaturGarten) statt, Treffpunkt: Befi-Weg 1, Rhauderfehn. Anmeldung: 0 49 67 / 6 45

Original-Bericht aus dem Sonntags-Report
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Aus dem General-Anzeiger vom 25. Februar 2012

Ein Meer von Obstbäumen für Burlage

NATUR „Befi“-Enkel Ingo Rieken möchte im Heimatort seines Großvaters riesigen Garten anlegen

 

Am Donnerstagabend stellte der 34-Jährige aus Leer seine Idee dem Ortsrat und mehr als 60 Dorfbewohnern vor. Er erhielt für seine Ausführungen viel Beifall.

 

VON GÜNTER RADTKE

 

BURLAGE - Ingo Rieken, Enkel des im Jahr 2007 verstorbenen Burlager Dichters, Malers und Naturfreundes „Befi“ alias Bernhard Ficken, hat der Philosophie seines Großvaters folgend, Großes in Burlage vor. Er möchte – am liebsten in Kooperation mit der Gemeinde, dem örtlichen Heimatbund und dem Arbeitskreis Schule – in Burlage eine riesige Streuobstwiese anlegen. Bis zu 100 Bäume unterschiedlicher, alter norddeutscher Obstsorten sollen nach den Plänen Riekens angepflanzt werden. Wo genau, das soll jetzt geklärt werden. Es könnte auch sein, dass nicht auf einer großen Fläche, sondern entlang der Straßen gepflanzt wird. Am Donnerstagabend stellte der 34-Jährige aus Leer dem Burlager Ortsrat seine Idee mit dem Arbeitstitel „Burlager Obstgarten“ vor. Er erntete anschließend viel Applaus der Ratsmitglieder und der mehr als 60 Zuhörer im Saal.

 

Ingo Rieken betreibt seit drei Jahren auf einem 4000 Quadratmeter großen Areal am Burlager Tief „Befis Naturgarten“. Das Grundstück hatte ihm sein Großvater „Befi“ vererbt. Ingo Rieken überarbeitete es komplett und formte daraus eine Naturoase – unter anderem mit Biotop, Bienenstand, Vogelhecke,
Beerenbuschgarten, Benjeshecke und Trockenmauer.

 

Im vergangenen Jahr kam mit Unterstützung des Naturschutzbundes (Nabu)
und des Vereins „Appelhoff“ aus Ostrhauderfehn eine Streuobstwiese mit 20 alten, hochstämmigen, norddeutschen Obstbäumen hinzu. „Befis Naturgarten“, sagt Ingo Rieken, solle nun als kleinteiliges Vorbild für einen großen „Burlager Obstgarten“ nach ökologischen Gesichtspunkten dienen. Geplant ist eine Vernetzung der Gartenanlagen. Burlage könne mit diesen Projekten ein außergewöhnliches Zeichen für nachhaltigen Naturschutz setzen und zum Öko-Kompetenz-Zentrum in der Gemeinde Rhauderfehn werden. Der „Burlager Obstgarten“ solle auf ganz viele Schultern verteilt werden. Es sollten möglichst viele Burlager Einwohner mitmachen. In einem ersten Schritt sollten 50 Bäume angepflanzt werden, mindestens weitere 50 sollten in den kommenden Jahren folgen. Für das Vorhaben sei mit Zuschüssen aus unterschiedlichen Quellen zu rechnen, kündigte Rieken an. Erste Gespräche über benötigte Flächen seien bereits geführt worden. Denkbar sei auch das Bepflanzen von Straßenrändern.

Die im vergangenen Jahr angelegte und jüngst vom Winter-Hochwasser überflutete Streuobstwiese in „Befis Naturgarten“. Geht es nach dem Willen des Initiators Ingo Rieken, blühen in Burlage bald Hunderte Obstbäume.
Ingo Rieken hat in Burlage „Befis Naturgarten“ geschaffen.

Wer war Befi? Unter dem Künstlernamen „Befi“war der in Burlage ansässige Bernhard Ficken in der Region als Heimatdichter sehr bekannt. Auch die Malerei und die heimische Natur gehörten zu seinen Leidenschaften. „Befi“ starb 2007 im Alter von 83 Jahren. Sein Enkel Ingo Rieken benannte seinen Naturgarten nach „Befi“.

Original-Bericht aus dem General-Anzeiger
General-Anzeiger_25_2.pdf
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Aus der Ostfriesen-Zeitung vom 20. Mai 2011

Ingo Rieken wartet auf ein Steinkauzpärchen

"Befi" - Bernhard Ficken (1924-2007)

Es gibt viele besondere Gärten in Ostfriesland. Riskieren wir einen Blick hinter den Zaun und stellen die Besitzer und ihr kleines Paradies vor.

 

VON UWE PRINS


Burlage – Der Heimatdichter und -maler Bernhard Ficken aus Burlage ist 2007 gestorben. „Befi“ malte und schrieb aber nicht nur, er war auch sehr naturverbunden und führte beispielsweise Touristen durch das Moor. Sein Enkel hat wohl etliche Gene geerbt, anders ist jedenfalls kaum zu erklären, dass Ingo Rieken in fast jeder freien Minute auf einem Grundstück seines Großvaters am Burlager Tief anzutreffen ist. Der 34-Jährige hat ein ebenso großes wie ehrenwertes Ziel: Der Mediengestalter will die insgesamt gut 4000 Quadratmeter große Fläche in einen heimischen Naturgarten verwandeln. An seinem Arbeitsplatz bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland gestaltet Ingo Rieken Anzeigen und Sonderseiten, in Burlage gestaltet er seit Oktober ein Paradies für Flora und Fauna. Wenn alles fertig ist, dann soll er für Schulklassen und Interessierte geöffnet werden – „Befis Naturgarten“.

Bagger im jetzigen Beerenbuschgarten

Mehrere Tage lang war zunächst ein Bagger auf dem riesigen Gelände im Einsatz. Tonnenweise Erde wurde bewegt, ein alter Bauwagen, der auf dem größtenteils zugewucherten Grundstück stand, musste entsorgt werden. Aus dem einst unscheinbaren kleinen Tümpel ist mit Hilfe der Baggerschaufel ein Teich entstanden, der bereits von Stauden umrahmt wird. Fische sollen nicht in das Wasser: „Nein, dass ist ein Kleinbiotop!“, sagt Ingo Rieken.

Auf dem hinteren Teil des Areals gedeiht eine Streuobstwiese. Mit Unterstützung des Naturschutzbundes (Nabu) Emsland-Nord und des Vereins „Appelhoff“ aus Ostrhauderfehn sind dort inzwischen 20 altdeutsche, hochstämmige Obstbäume gepflanzt worden. Es finden sich bekannte Apfelsorten wie Roter Elstar und Boskop, aber auch eher seltene Vertreter wie Moringer Rosen und Kneebusch.

Beim Aufhängen des Steinkautzkastens.

Vorne an der Straße steht ein kleines, weißes Häuschen. „Das hat Opa früher an Touristen als Ferienwohnung vermietet“, erinnert sich der Enkel, der mittlerweile an den Wochenenden oft selber drin übernachtet. Auf der Terrasse: ein paar Stühle, ein Grill. „Hier abends zu sitzen und einfach nur zu schauen – das ist unbeschreiblich schön“, sagt er.
Irgendwann wird er die Waschbetonplatten ausbuddeln und die Terrasse mit Eichenbohlen verlegen. Davor wird ein Steingarten entstehen, eine sogenannte Trockenmauer. Bis zum Herbst möchte der 34-Jährige sie aufgebaut und bepflanzt haben. Bereits einige Zentimeter gewachsen sind die links von der Terrasse in Richtung Burlager Tief gesetzten Sträucher, die eine sogenannte Vogelhecke bilden: „Das heißt so, weil sich heimische Vögel im Herbst und Winter davon ernähren können“, erklärt der Hobbygärtner, der sich in den vergangenen Monaten dank Fachliteratur und Internet ein enormes Wissen angeeignet hat. Riekens Vogelhecke besteht aus Sanddorn, Eberesche, Pfaffenhütchen, Schlehe, Holunder, Eibe, Schneeball, Heckenrose und Weißdorn. „Ich muss kein Vogelhäuschen im Winter aufstellen“, ergänzt er.

Und genau so soll er sein, der Naturgarten: Kein Dünger, keine Chemie. Auf diesen 4000 Quadratmetern in Burlage reguliert sich die Pflanzen- und Naturwelt selber. Demnächst entsteht dort noch ein Insektenhotel. Außerdem möchte Ingo Rieken eine alte Scheune bauen. „So eine, wie sie früher auf alten Bauernhöfen zu finden war. An den Wänden und unter dem Dach wird es Öffnungen geben, damit Fledermäuse ein Zuhause finden. Hinten, auf der Streuobstwiese, hat Rieken bereits viele Nistkästen angebracht. Etliche heimische Vogelarten sind sesshaft geworden. Besonders gefreut hat sich der 34-Jährige, als er bei der Gartenarbeit einen Grünspecht entdeckte.

Was noch fehlt, ist ein Steinkauz. Laut Nabu gibt es in Niedersachsen nur noch knapp 450 Pärchen. Die kurzschwänzigen Eulen – lateinischer Name Athene noctua – bevorzugen eine ganzjährig niedrige Vegetation. Hauptlebensraum der Steinkäuze sind Höhlen von Obst- und Nussbäumen. Mit der jetzt angelegten Streuobstwiese schafft Ingo Rieken neue Brutmöglichkeiten für die Zukunft.

Solange bietet er als „Wohnungs-Ersatz“ spezielle Niströhren an, die ihm der Nabu Emsland Nord zur Verfügung gestellt hat, und wartet auf eines der seltenen Eulen-Pärchen. „Ein Steinkauz ist nämlich für jeden Besitzer eines Naturgarten eine besondere Auszeichnung“, sagt Befis Enkel.

Original-Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung
Ostfriesen_Zeitung.pdf
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